Wegberg - Zwei Lampen als Lösung des Problems?

Zwei Lampen als Lösung des Problems?

Von: syn
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Wegberg. Der Ausschuss für Städtebau, Umwelt und Verkehr beriet über eine Nachtbeleuchtung für die Skateanlange. Gefordert hatten diese die Sozialdemokraten. Die Skateanlage sei in den Abend- und Nachtstunden „ein beliebter Platz für alle möglichen und unmöglichen Aktivitäten”, erläuterten die Sozialdemokraten in ihrem Antrag.

Nach einsetzender Dunkelheit sei nur noch schwerlich zu erkennen, wie viele Personen sich im Umfeld aufhalten und was diese tun. Dies berge ein hohes Sicherheitsrisiko, weshalb eine Ausleuchtung des Areals dringend notwendig sei. Die Skater, die die Anlage tagsüber nutzen, seien von der Problematik nicht betroffen.

Angebote für eine Beleuchtung durch zwei Lampen sowie die zu notwendige Verkabelung hatte die Verwaltung zwischenzeitlich beim Energieversorger eingeholt. Sie lagen bei 12.614 und 18.164 Euro. Der Unterschied kam zustande, da von zwei verschiedenen Anschlusspunkten ausgegangen wurde.

Neben dem Schaltkasten auf dem benachbarten Sportplätz wäre auch eine Verkabelung über die Straße In Gerichhausen möglich gewesen. Zum Tragen kamen beide Angebote nicht.

Denn der Ausschuss hinterfragte die Notwendigkeit einer solchen Ausleuchtung kritisch. Schließlich sei bekannt, dass die Anlage in den Abend- und Nachtstunden ein „Bereich für zentrumsferne, störungsarme Kommunikation”, wie die Verwaltung in der Sitzungsvorlage argumentierte.

Auf Deutsch: Dass die Skateanlage nachts ein problematischer Bereich ist, ist bekannt. Dort wird nicht nur gefeiert, sondern auch manches getan, was nicht unbedingt mit den Gesetzen im Einklang steht.

Über die Geräuschbelästigung kamen schon in Vergangenheit vor allem Klagen aus Gerichhausen. Durch die Beleuchtung werde dem Ort noch mehr Attraktivität verliehen, was die Nutzung erhöhen und die Nutzungszeiten verlängern würde.

Dies verlange eine erhöhte offizielle Präsenz vor Ort. Den notwendigen Betreuungsaufwand könne die Stadt jedoch nicht leisten, erklärte auch Bürgermeister Reinhold Pillich. „Zwei Lampen lösen keine Probleme”, betonte er.

Vielmehr müsse an einer anderen Lösung gearbeitet werden. In den Sommermonaten sei es darüber hinaus lange hell genug. Für die Winterzeit müsse eine andere Lösung gefunden werden, wobei „die Variante indoor” auch zu überlegen sei.

Auch der Technische Beigeordnete Rudolf Fabry wies darauf hin, dass man „durch eine Entscheidung für die Beleuchtung ein Problem schaffe, das später in einem anderen Ausschuss diskutiert” werden müsse. Das Geld solle lieber an dieser Stelle gespart und anderswo sinnvoll eingesetzt werden.

Nun soll zunächst im Ausschuss für Bildung, Kultur und Soziales (BIKS) über das Thema diskutiert werden.
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