Zwei Feuerwehrleute mit Leib und Seele

Von: defi
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Eine Ära ging zu Ende: Die beiden stellvertretenden Kreisbrandmeister Hans-Hubert Plum (Mitte) und Gottfried Mannheims (3. v. r.) wurden bei einer Feierstunde im Heinsberger Kreishaus verabschiedet. Günter Paulzen (l.) und Claus Vaehsen (2. v. l.) wurden als ihre Nachfolger von Landrat Stephan Pusch (3. v. l.), Bezirksbrandmeister Manfred Savoir (r.) und Kreisbrandmeister Klaus Bodden (2. v. r.) begrüßt. Foto: defi

Kreis Heinsberg. In einem feierlichem Rahmen wurden die beiden stellvertretenden Kreisbrandmeister Hans-Hubert Plum aus Geilenkirchen und Gottfried Mannheims aus Übach-Palenberg im Beisein zahlreicher Ehrengäste und vieler Feuerwehrkameraden, die sich im Heinsberger Kreishaus eingefunden hatten, von Landrat Stephan Pusch verabschiedet.

Gleichzeitig wurden Gemeindebrandinspektor Günter Paulzen aus Gangelt und Stadtbrandinspektor Claus Vaehsen aus Wassenberg als Nachfolger in ihre Ämter als stellvertretende Kreisbrandmeister eingeführt. Paulzen (48) steht seit 1983 im Dienst der Feuerwehr und ist seit 2003 Leiter der Feuerwehr Gangelt. Auch Vaehsen (49) ist bereits seit 1981 im Ehrenamt bei der Feuerwehr tätig und seit 2013 unter anderem auch Geschäftsführer des Kreisfeuerwehrverbandes. „Ich bin mir sicher, dass sie mit Kompetenz und nachgewiesenem Engagement dieses Amt ausüben werden“, so der Landrat.

„Es hieße Eulen nach Athen tragen“, so der Landrat in der Laudatio, „wenn man in diesem Kreise hervorhebt, dass die beiden scheidenden stellvertretenden Kreisbrandmeister Feuerwehrleute mit Leib und Seele sind.“ Beide seien bereits im jugendlichen Alter in die Feuerwehr eingetreten und hätten dort die Laufbahnen eingeschlagen, die sich engagierten, talentierten und vielseitig begabten Feuerwehrleuten in der Freiwilligen Feuerwehr böten. Pusch: „Sie haben – wenn ich mir dieses Wortspiel erlauben darf – von Beginn an ,Feuer gefangen‘ für das Anliegen der Feuerwehren.“

Am 11. Mai 1998 sei Hans-Hubert Plum erstmals als Ehrenbeamter zum stellvertretenden Kreisbrandmeister berufen worden, 2003 und 2009 seien diese Berufungen quasi bestätigt worden. Gottfried Mannheims sei am 1. Januar 2005 erstmals als Ehrenbeamter zum stellvertretenden Kreisbrandmeister berufen worden, 2011 sei die erneute Berufung erfolgt. „Wenn es nach dem Engagement, dem Fachwissen und der Amtsausübung gegangen wäre“, so der Landrat, „hätten Sie beide dieses Amt noch lange fortführen können, wenn es da nicht die Altersgrenze beziehungsweise private Gründe gäbe.“ Hans-Hubert Plum habe diese besagte Altersgrenze, die bei aktiven Feuerwehrleuten bei der Vollendung des 63. Lebensjahres liege, erreicht. Für das Ausscheiden von Gottfried Mannheims seien private und berufliche Gründe ausschlaggebend.

Als gelernter Kfz-Mechaniker mit Meisterbrief habe Hans-Hubert Plum immer viel Wert auf die technischen Dinge wie Fahrzeug- und Gerätetechnik gelegt und sein Fachwissen in vielen Lehrgängen weitergegeben. Örtlich wie überörtlich sei Hans-Hubert Plum ein gefragter Organisator von realen Einsätzen und Übungen gewesen. Pusch: „Bei der Flutkatastrophe in Ostdeutschland haben Sie, Herr Plum, in der Mobilen Führungsunterstützung der Bezirksregierung Köln in Magdeburg aktiv mitgewirkt und wissen, was das für die Einsatzkräfte bedeutet.“

Gottfried Mannheims habe im ABC-Bereich Akzente gesetzt wie auch in der grenzüberschreitenden Kooperation, die im Kreis Heinsberg von großer Bedeutung sei. Auch bei der Einführung des Digitalfunks habe Mannheims sein Fachwissen eingebracht. Pusch sagte weiter: „Es bleibt festzustellen: Sie beide haben sich um das Wohl der Menschen im Kreis Heinsberg verdient gemacht.“

Den Dankesworten schlossen sich Bezirksbrandmeister Manfred Savoir und Kreisbrandmeister Klaus Bodden an. Savoir wertete die sehr schön gestaltete Feierstunde im Kreishaus auch als Zeichen für die Wertschätzung, welche die Leistungen der Freiwilligen Feuerwehr im Kreis Heinsberg genießen würden. Bodden bedankte sich dafür, dass ihm beide Stellvertreter jederzeit mit Rat und Tat zur Seite gestanden hätten.

Landrat Stephan Pusch drückte den Wunsch aus, dass trotz der immer höheren Standards im Feuerwehrwesen die ehrenamtliche Feuerwehrarbeit im Kreis Heinsberg Bestand haben werde. Ein letztes Mal zitierte Hans-Hubert Plum seinen Funkrufnamen, als er mit den Wort „A-Dienst 2 verabschiedet sich“ abtrat. Stehende Ovationen der Kameraden und Gäste begleiteten den Abschied in den „Feuerwehr-Ruhestand“.

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