Zwei Fachkräfte für soziale Arbeit an Wegberger Schulen

Von: cbo
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Wegberg. Kinder und Jugendliche von Geringverdienenden und Sozialleistungsempfängern nach Sozialgesetzbuch (SGB) II oder SGB XII sollen nicht länger im Abseits stehen. Dafür wollen die beiden neuen Schulsozialarbeiter Stefanie Glaser und Thilo Hartmann nun in Wegberg sorgen.

Grundlage des Einsatzes von Schulsozialarbeitern ist das Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung. Durch dieses Paket ist es bedürftigen Familien möglich, Unterstützungen für Schulmaterial, Mittagessen in der Schule, Nachhilfe oder für die Freizeitgestaltung, die in Vereinen ausgeübt wird, zu beantragen. Die Aufgabe der Schulsozialarbeit besteht darin, auf diese Hilfsmaßnahmen und Zuschüsse gezielt aufmerksam zu machen.

Diplomsozialpädagogin Stefanie Glaser zeichnet dabei für die Schüler und Elternschaft des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums sowie für die Gemeinschaftshauptschule Wegberg verantwortlich. Für die Edith-Stein-Realschule steht Thilo Hartmann als Ansprechpartner mit eigenem Büro in der Schule bereit.

Auf der Agenda steht jedoch nicht nur die gezielte Unterstützung beim Bildungs- und Teilhabepaket, sondern auch die Sozialarbeit. Die klassischen Aufgaben erstrecken sich von der Schlichtung familieninterner Streitigkeiten, die den Schulalltag belasten, Leistungsschwierigkeiten in der Schule, sowie Sucht- oder psychischen Problemen. Für den gelernten Erzieher Thilo Hartmann steht im Vordergrund, dass die betroffenen Schüler gezielt unterstützt werden, damit sie später ein eigenständiges Leben führen können. Je eher das Übel bei den Wurzeln gepackt werde, desto besser könne durch präventive Arbeit die gewünschte Richtung vorgegeben werden.

Daher ist ein offener Austausch zwischen den Sozialarbeitern und den Lehrern unabdingbar, um Problemsituationen frühzeitig zu erkennen.

Für die Schüler besteht die Möglichkeit, sowohl in den Pausen, als auch während des Unterrichts Vertrauensgespräche mit den Schulsozialarbeitern zu führen. Gleichzeitig führen Stefanie Glaser und Thilo Hartmann auch Hausbesuche nach Absprache durch, um sich vor Ort ein konkretes Bild von der jeweiligen Situation zu verschaffen. Damit ein geregelter Ablauf stattfinden kann, arbeiten die beiden neuen Schulsozialarbeiter eng mit der Schulsozialarbeiterin Ursula Hermes und der Streetworkerin Karina Opstals zusammen.

Gerd Pint vom Schulamt Wegberg dazu: „Sie sind der letzte Mosaikstein, um Sozialarbeit zur Jugend hin darzustellen.”

Glaser und Hartmann, die bei der Stadt angestellt sind und deren Kosten von Seiten des Bundes übernommen werden, sind zunächst bis zum 31. Dezember 2013 im Amt.
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