Zustand des Ehrenmals in Effeld ist „nicht haltbar”

Von: wo
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Rot-weißes Flatterband kennzeichnet derzeit den Platz um das sanierungsbedürftige Effelder Ehrenmal als Baustelle. Foto: Petra Wolters

Wassenberg. Die Effelder Pfarrkirche ist wegen Sanierungsarbeiten eingerüstet. Aber auch gleich gegenüber, am Ehrenmal, weht derzeit rot-weißes Absperrband. Über den aktuellen Stand der Sanierung berichtete die Verwaltung in der Sitzung des Bauausschusses im Rat der Stadt Wassenberg.

Die Initiative zur Sanierung sei von Ortsvorsteher Bert Ramakers ausgegangen, hieß es im Bericht der Verwaltung. Schon nach einer Besichtigung im Sommer 2007 sei festgelegt worden, im Haushalt 2500 Euro für die Sanierung einzuplanen. Seinerzeit hätten die Naturfreunde an den notwendigen Arbeiten beteiligt werden sollen und dies auch zugesagt.

Die Naturfreunde hätten dann einen Plan erarbeitet. Der Betrag sei in den Haushalt 2008 übernommen worden. Nach einer Mitgliederversammlung Anfang April hätten die Arbeiten dann unter Federführung des Ortsvorstehers starten sollen.

Dem aktuellen Antrag der UL-Fraktion folgend, zur Angelegenheit zu berichten, hatte die Verwaltung beim Ortsvorsteher nachgefragt. „Wie erst jetzt über eine telefonische Nachfrage bei Herrn Ramakers bekannt wurde, ist es nicht zu einer Sanierung des Ehrenmals gekommen”, hieß es in der Mitteilung der Verwaltung.

Dafür sei laut Ramakers maßgeblich, dass die für einen Arbeitseinsatz vorgesehenen Effelder Vereine ihre ursprünglich erklärte Bereitschaft zurückgezogen hätten. „Die Gründe sind der Verwaltung nicht bekannt.” Bisher sei lediglich über den Stadtbetrieb als Voraussetzung für einen Arbeitsbeginn eine Birke nebst Wurzelwerk entfernt worden.

Der Platz sehe derzeit nicht nur nicht schön aus. Es werde dem Anspruch an ein Ehrenmal nicht gerecht, ergriff Hilmar Clemens (UL) das Wort. „Dieser Zustand ist grundsätzlich so nicht haltbar”, erklärte er. Allerdings müsse hier von Grund auf saniert werden, weil zum Beispiel die Abgrenzungsmauer durch das Erdreich immer wieder feucht werde.

„Aber das ist keine Arbeit, die ein Ort leisten kann!”, betonte er. Sicherlich seien die Naturfreunde jedoch bereit, der Stadt bei den notwendigen Arbeiten zur Hand zu gehen, etwa beim Bepflanzen. „Ich hoffe, dass wir zum Volkstrauertag 2009 in Effeld wieder ein vernünftiges Ehrenmal vorfinden”, sagte er. „Wir Effelder erwarten, dass die Stadt ihrer Aufgabe gerecht wird.”

„Das war keine böse Absicht”, erklärte Bürgermeister Manfred Winkens. Er sei der Meinung gewesen, die Vereine hätten diese Aufgabe übernommen. „Das Ehrenmal wird in Ordnung gebracht, im Laufe des Sommers!”, versprach er. Grundlage soll auch für die Arbeiten der Stadt die vorhandene Planung sein.
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