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Zusammenarbeit für glückliche Kinder

Von: bast
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Lernen und Fördern in der offenen Ganztagsgrundschule: Um dieses Thema ging es beim Fachtag des AWO-Vereins „spielend Lernen” in der Wegberger Mühle. Es wurde eifrig diskutiert. Foto: bast

Kreis Heinsberg. In den Stadtgebieten von Übach-Palenberg und Wegberg betreut der AWO-Verein „spielend Lernen” insgesamt zehn Grundschulen mit etwa 600 Kindern. Die Jahre des Aufbaus sind fast überall abgeschlossen.

Und in guter gemeinsamer Verantwortung von Schulträgern und Schulleitungen ist die offene Ganztagsschule inzwischen etabliert. Jetzt trafen sich Schulleitungen, Lehrkräfte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schulbetreuung in der Wegberger Mühle zu einem Fachtag unter dem Titel „Lernen und Fördern in der offenen Ganztagsgrundschule”, um miteinander über relevante pädagogische und organisatorische Themen zu diskutieren und die Qualität und Verzahnung von Jugendhilfe und Schule im Kreis Heinsberg weiter zu verbessern.

Die Vorsitzende von „spielend Lernen”, Ulla Sevenich-Mattar, hatte dazu auch Schulamtsdirektor Peter Kaiser und die Fachberaterin für offene Ganztagsschulen im Landesjugendamt des Landschaftsverbandes Rheinland, Dr.Karin Kleinen, eingeladen.

Der Wegberger Bürgermeister Reinhold Pillich unterstrich in seiner Begrüßung die Wichtigkeit, in Bildung und Zukunft der Kinder zu investieren und wies dabei auch auf die Anstrengungen der Stadt hin.

Ulla Sevenich-Mattar betonte: „Wir haben alle das gleiche Ziel, wenn auch gelegentlich auf unterschiedlichen Wegen.” Ehe Karin Kleinen in ihrem Referat ein Armutszeugnis für Deutschland ausstellte. Es gebe nämlich kein Land in Europa, in dem Eltern so viel Geld für Nachhilfe ausgäben wie bei uns. Es würden sich oft schon bald Ängste entwickeln, dabei wollten die Kinder doch lernen. Sie unterstrich die Richtigkeit des jetzt eingeschlagenen Weges, weil zum Beispiel Finnland, vor 15 Jahren etwa wie Deutschland einzuordnen, nach der Umstellung der Lern- und Fördermethoden inzwischen an der Spitze stehe. Sie sprach auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf an und merkte an, dass der neue Erlass zur Offenen Ganztagsschule in NRW erhebliche Verbesserungen darstelle. Die systematische Stärkung der individuellen Fähigkeiten und Talente müsse erfolgen.

Angemeldet hatten sich zum Fachtag 70 Personen aus Wegberg und Übach-Palenberg, es kamen weit mehr, auch aus Erkelenz und Wassenberg. Sie alle fanden sich anschließend in Arbeitsgruppen an zehn Tischen zusammen, diskutierten in drei Themenbereichen darüber, was zum gemeinsamen Bildungsverständnis gehöre, wie der gemeinsame Bildungsauftrag und die individuelle ganzheitliche Bildung von Kindern gemeinsam angegangen werden sollten und wie zu erkennen sei, dass der richtige Weg beschritten werde. Die Diskussionserkenntnisse wurden der Einfachheit halber farblich unterschiedlich gleich auf den Papiertischdecken notiert, die später noch ausgewertet werden mussten.

Es kam eine Fülle von Anregungen zusammen, die anschließend von Schulamtsdirektor Peter Kaiser und Ulla Sevenich-Mattar beispielhaft angerissen und kommentiert wurden. Dabei war festzustellen, dass kompetenzbezogene Fragen im Vordergrund standen, dass man viel miteinander reden und das soziale Verhalten fördern müsse. Es stellte sich auch heraus, dass die Sichtweise von Lehrern und pädagogischen Mitarbeitern ziemlich deckungsgleich sei und an erster Stelle immer das Kind stehe Ñ man arbeite für das Kind. Im zusammenfassenden Schlusswort war übereinstimmend Zusammenarbeit für glückliche Kinder gefordert.
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