Zum ersten Mal Kindergarten als Mietobjekt

Von: hewi
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Die Gäste mussten beim Richtspruch ganz schön die Hälse recken. Foto: Dahmen

Erkelenz. Im Neubaugebiet Oerather Mühlenfeld zwischen der B 57 und Matzerath sowie Gerderather und Hückelhovener Landstraße entsteht derzeit ein Gebäudekomplex, in den auch ein städtischer Kindergarten einziehen wird. Am Donnerstag wurde dort Richtfest gefeiert.

Die Stadt Erkelenz beschreitet somit neue Wege, indem sie nicht selbst als Bauherr auftritt, sondern sich in ein bezugsfertiges Gebäude einmietet. Die Stadt ist dabei Mieter des ebenfalls aus Erkelenz stammenden Investors und Bauherren Hans Rütten. Neben den Kindern wird auch die Lebenshilfe für den Kreis Heinsberg demnächst im Oerather Mühlenfeld mit einem Wohnkomplex für Menschen mit Behinderung ansässig werden.

Rütten zeigte sich beim Richtfestzuversichtlich, dass die Arbeiten an dem Kindergarten bis Ende Oktober abgeschlossen sein werden. Vertraglich ist ein Bezug des Gebäudes durch die Stadt am 1. November vorgesehen. Ein Termin, der knapper nicht sein könnte.

Das weiß auch der Erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen und verweist darauf, dass sich Stadt und Bauherr erst im März vertraglich einig geworden waren. Mit dem Bau begonnen wurde im Juni. Ab Jahresende soll der Kindergarten mit drei Gruppen und einem Betreuungsangebot für unter Dreijährige die Kinder aufnehmen, die derzeit noch im Immerather Kindergarten betreut werden.

Auch der „Vorläufer” des neuen Kindergartens, der derzeit noch im Bauxhof angesiedelt ist, wird dann in die neuen Räume im Oerather Mühlenfeld einziehen. Insgesamt werden in dem neuen Kindergarten 75 Regelplätze in drei Gruppen vorgehalten.

Die Lage des Gebäudes mit einer Nutzfläche von rund 680 Quadratmetern gleich neben dem großen Spielplatz in der Mitte des Baugebietes verspricht viel Raum und Möglichkeit zum Toben und Spielen.

Das Investitionsvolumen bezifferte Rütten mit rund 1,1 Millionen Euro. Das Dach des hellen und großzügigen Flachbaus wird eine rund drei Meter hohe Pyramide zieren, die in bunten Farben weithin sichtbar den Weg zum Kindergarten weisen wird.

Der Kindergarten ist der erste von insgesamt drei Gebäuden, die den Gesamtkomplex ausmachen werden.

Während im Kindergarten schon gestrichen und tapeziert wird, ist gleich nebenan das integrative Wohnhaus, in das die Lebenshilfe mit Wohngruppen und Einzelwohnungen für Behinderte einziehen will, im Rohbau. Im Anschluss soll ein drittes Gebäude mit sozial geförderten Mietwohnungen und einem Nahversorgungszentrum im Erdgeschoss errichtet werden.
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