Zukunftstag: Berufschancen im Öffentlichen Dienst

Von: hewi
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Stabsbootsmann Frank Tischkin beriet auch viele weibliche Interessenten über Karrieremöglichkeiten bei der Bundeswehr. Foto: Wichlatz
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Beim „Zukunftstag Öffentlicher Dienst“ in der Erkelenzer Arbeitsagentur: Polizeihauptkommissar Erik Dohmen beriet die 17-jährige Lena über ihren Traumberuf Polizistin. Foto: Wichlatz

Kreis Heinsberg. Zum „Zukunftstag Öffentlicher Dienst“ hatten die Berufsberatung und der gemeinsame Arbeitgeberservice von Agentur für Arbeit und Jobcenter Kreis Heinsberg eingeladen. Rund 40 junge Menschen waren in die Erkelenzer Arbeitsagentur gekommen, um sich über eine Ausbildung und eine berufliche Zukunft im öffentlichen Dienst zu informieren.

Neben Bundeszollverwaltung und Bundeswehr waren Landes- und Bundespolizei sowie die Agentur für Arbeit selbst vertreten. In Gesprächen konnten die Azubis in spe ihre Möglichkeiten kennen­lernen. Diese reichen von der klassischen Ausbildung bis hin zum dualen Studiengang, in dem Praxis und Theorie kombiniert werden.

„Der öffentliche Dienst hat an Attraktivität bei den Jugendlichen gewonnen“, wusste Hans-Werner Hinz zu berichten. „Schulabsolventen suchen heute verstärkt nach Sicherheit.“ Hinz ist als Teamleiter U25 unter anderem für die Angebote zur Berufsinformation zuständig.

Die Zukunftstage würden sich bei jungen Menschen großer Beliebtheit erfreuen, sagte Nora Offermann-Stoltefuß. Sie ist stellvertretende Teamleiterin U25 und hatte gemeinsam mit ihrer Kollegin Corina Thiel den offenen Informations- und Kennenlerntag organisiert.

Nach kurzer Begrüßung ging es auch gleich in die Gespräche. Und die hatten es in sich. So bietet zum Beispiel die Bundeswehr im kommenden Jahr rund 20 000 Stellen für Berufseinsteiger in Hunderten Berufen. „Das Portfolio reicht vom Jetpiloten bis zur Verwaltungsfachkraft oder dem Mechatroniker“, erläuterte Stabsbootsmann Frank Tischkin.

Geschickt verstand er es, den Gesprächspartnern in den kurzen Dialogen aufzuzeigen, wie vielseitig ihre Möglichkeiten bei der Bundeswehr sein könnten. Interessant sei auch die Möglichkeit, sich die Tätigkeit während des Wehrdienstes als Praktikum anrechnen zu lassen.

Polizeihauptkommissar Erik Dohmen ist Personalwerber bei der Kreispolizeibehörde. Er erläuterte Ausbildungswege und berufliche Möglichkeiten bei der Landespolizei. Bei einer angestrebten jährlichen Einstellungszahl von 2300 neuen Landespolizisten seien die Chancen derzeit „so gut wie selten zuvor“. Selbst wenn die Chancen wie bei der 17-jährigen Lena nicht so gut stehen, wusste er Rat.

Denn ihre schlechten Augen, die ein Einstellungshindernis darstellen könnten, spielten nebenan bei der Zollverwaltung keine große Rolle. Lena, die aus einer Polizistenfamilie stammt, hatte schon immer Polizistin als Traumberuf angesehen. „Mein Großvater und mein Onkel sind bei der Polizei“, berichtete sie. „Vielleicht hat das schon früh meinen Berufswunsch beeinflusst.“

Plan B typisch für Generation Z

Ins ruhige Einzelgespräch gingen die Berufsberater Michael Maaßen und Uwe Botzenhart mit der 19-jährigen Katharina. Ihr schweben ein duales Studium und eine fundierte Verwaltungsausbildung vor. Auf ihr Glück verlassen wolle sie sich dabei aber nicht, betonte sie. Daher habe sie auch einen „Plan B“ in der Hinterhand.

Dies sei typisch für die „Generation Z“, die sich jetzt auf die Ausbildungssuche gemacht habe, wusste Botzenhart zu berichten. Die Einstellung zur Arbeit und der Work-Life-Balance hätten sich geändert und seien mit den Einstellungen vorheriger Generationen nicht zu vergleichen.

Auf diese neuen Arbeitnehmer müssten Arbeitgeber und Arbeitsagentur gleichermaßen reagieren. Schon ab der achten Klasse suchen die Mitarbeiter der Arbeitsagentur regelmäßig den Kontakt zu den Schülern, um ihnen einen Überblick über die moderne Arbeitswelt zu vermitteln.

„Der Arbeitsmarkt befindet sich im Wandel“, erklärte Volker Eßer, Teamleiter des Arbeitgeber-Services in Geilenkirchen. „Den Schulabsolventen frühzeitig eine Orientierungshilfe zu bieten und Brücken zu den potenziellen Arbeitgebern zu schlagen, gehört zu unseren Aufgaben.“

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