Zu viele Legionellen im Duschwasser

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Das Bad blieb am Ende drei Tag
Das Bad blieb am Ende drei Tage geschlossen. Foto: Koenigs

Wegberg. Wer sich darauf gefreut hatte, am Montag die Woche mit einem erfrischenden Sprung in die Fluten des Grenzlandringbades der Stadt Wegberg zu beginnen, lief vor verschlossene Türen. Von einer „technischen Störung in der Warmwasseraufbereitung” war am Eingang zu lesen.

Deshalb bleibe „heute” das Bad geschlossen. Aus „heute” wurden letztlich drei Tage. Der wahre Grund: Bei routinemäßigen Kontrollen durch das Gesundheitsamt wurden im Duschwasser erhöhte Werte für Legionellen festgestellt, wie Gerd Pint, Fachbereichsleiter Bildung und Soziales bei der Stadt, bestätigt.

Um eine Gesundheitsgefahr auszuschließen, seien vorsichtshalber alle Leitungen mit 80 Grad heißem Wasser und einer Chlormischung mehrfach gespült worden, so dass davon auszugehen sei, dass ein Befall nicht weiter bestehe. Die erforderliche Messung einer möglichen Belastung dauere aufgrund des erforderlichen Messverfahrens allerdings zehn Tage. Damit das Bad während dieser Zeit weiter zur Nutzung offen stehe, seien an einigen Duschen besondere Duschköpfe installiert worden, in denen das Wasser noch einmal zusätzlich gefiltert wird. „Es handelt sich um lange PVC-Duschköpfe einer Hamburger Spezialfirma.” Zwölf der 48 Duschen stünden somit weiterhin zur Verfügung. „Der Filter tötet die Legionellen ab, wenn sie denn überhaupt noch vorhanden sind.”

Legionellen sind Bakterien. Die für Erkrankungen des Menschen bedeutsamste Art ist der Erreger der Legionärskrankheit, eine durch Tröpfcheninfektion hervorgerufenen Lungenentzündung, die lebensgefährlich sein kann. „Es ist jedoch keine Infektionsmeldung der meldepflichtigen Erkrankung beim Gesundheitsamt eingegangen, so dass auch kein Krankheitsfall vorliegen dürfte”, erklärt Ulrich Hollwitz, Pressesprecher des Kreises Heinsberg. Am gestrigen Nachmittag wurde das Schwimmbad wieder geöffnet.
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