Zeitungsabonnenten spenden: Geldsegen für „Jugend aktiv“

Von: mb
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Spendenübergabe in Wegberg: Birgit Heeren (3. v. r.), Teamleiterin vom Lesermarkt des Zeitungsverlages ­Aachen, überreichte einen Scheck über 3000 Euro an die Vertreter des Vereins „Jugend aktiv“. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Große Freude über einen unerwarteten Geld­segen gab es beim Verein „Jugend aktiv“, dem Verein für unabhängige Jugendarbeit im Kreis Heinsberg. Birgit Heeren, Teamleiterin vom Lesermarkt des Zeitungsverlages Aachen, war mit einem nicht nur optisch riesigen Scheck nach Wegberg angereist, um damit die Arbeit des Vereins zu unterstützen.

Jeder Abonnent, der im Urlaub seine Tageszeitung an Freunde, Bekannte oder eine soziale Einrichtung spendete, erhöhte mit dieser Entscheidung ab einer Dauer von zwei Wochen zugleich das Spendenbarometer vom Zeitungsverlag Aachen für „Jugend aktiv“ um fünf Euro. Stattliche 3000 Euro kamen so über die Sommermonate hinweg zusammen.

Mit dem Geld werden Angebote der Kinder- und Jugenderholung sowie der Freizeitgestaltung finanziert, „insbesondere für Jungen und Mädchen, die aufgrund ihrer sozialen und familiären Verhältnisse ansonsten keinen Zugang zu solchen Möglichkeiten hätten“, erläuterte Geschäftsführer Christoph Kirstein. Der Verein arbeitet eng mit Förderschulen, Hauptschulen, Jugendämtern und Sozialarbeitern zusammen, die Kinder für die begehrten Plätze anmelden. „Manchmal gibt es lange Wartelisten“, bedauerte Kassiererin Helga Hoffmann.

Generell finanziert sich der Verein durch projektbezogene Zuschüsse von Bund, Land und Kommunen sowie durch Spenden, Mitgliedsbeiträge, So­zi­alsponsoring und Teilnehmerbeiträge. 15 Menschen arbeiten derzeit ehrenamtlich im Verein, dadurch entstehen kaum Kosten, sodass praktisch jeder gespendete Euro direkt in die Aktivitäten fließt: Erlebnis-Wochenenden auf dem Jugendzeltplatz in Birgelen, Wochenendfreizeit auf dem Zeltplatz in Süsterseel, Abenteuersport-Wochenende für Jungen, Skifreizeit in Davos oder Seminare „Mädchen aktiv“ und „Jungen aktiv. Auch internationaler Jugendaustausch gehört zum Tätigkeitsfeld. Da werden Kontakte nach Rumänien, Montenegro und Russland gepflegt. „Feste Freundschaften sind inzwischen entstanden, dank moderner Kommunikationstechnik“, weiß Vorsitzender Willi Engels.

Berührend wurde es, als die ehrenamtlichen Helfer mit viel Begeisterung und voller Herzenswärme von den persönlichen Erlebnissen ihrer Arbeit berichteten. Regina Nuss (Jugendsprecherin) erzählte von russischen und deutschen Kindern, die, um ein Klavier versammelt, reihum von einer Tafel Schokolade abbissen. „Brüderlich teilen live“, lachte sie. Svenja Felzen (Jugendsprecherin) erinnerte sich daran, mit einem Jungen ein ganz normales T-Shirt durch Aufmalen des FC-Bayern-Emblems in ein Vereinstrikot verwandelt zu haben. „Ein besonderer Schatz für meinen kleinen Maler.“ Betroffen machte eine Schilderung von Engels, der einen jungen Teilnehmer nach dem schönsten Erlebnis der Freizeit befragt hatte: „Zwei Tage lang hat mich niemand angebrüllt.“

„Weitere ehrenamtliche Helfer sind bei uns herzlich willkommen“, betonte Engels, der hofft, dass der Zeittrend, sich projektbezogen zu engagieren, eine Chance für den Verein ist, weitere Helfer zu rekrutieren. Außerdem besteht die Möglichkeit, mit einer Fördermitgliedschaft ab 25 Euro jährlich die Arbeit des Vereins zu unterstützen. „Wir wachsen mit unseren Möglichkeiten“, gab sich Hoffmann für die Zukunft optimistisch.

Der Vorstand bedankte sich herzlich bei allen, die diese Spende ermöglicht haben. Viele Kinder werden davon profitieren: Kinder, die in den Freizeiten ohne Leistungsdruck und Erwartungshaltung eine Chance bekommen, sich neu einzugliedern, Kinder, die sich über Sprachbarrieren hinweg mit Händen und Füßen verständigen, Kinder, die ein liebevolles und zugewandtes Umfeld erleben können.

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