„Zeichen der Zuwendung”: Kinderarmut Thema in Gottesdiensten

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Die Armut von Kindern war das Thema: Superintendent Pfarrer Jens Sannig und die Kinder des Kindergartens im Ubach-Palenberger Stadtteil Frelenberg feierten in der Christuskirche einen Familiengottesdienst. Foto: dk

Kreis Heinsberg. Nikolaus, Bischof von Myra, gilt traditionell als Freund der Kinder. Aus diesem Grund feierten fast alle Gemeinden des Evangelischen Kirchenkreises Jülich bewusst am Sonntag vor dem Nikolaustag Gottesdienste mit Kindern und Erwachsenen, in denen die Armut von Kindern hierzulande das Thema war.

Der Kirchenkreis hat die Kinderarmut schon seit längerer Zeit auf der Tagesordnung. Informationsveranstaltungen, Workshops, aber auch ganz praktische Aktionen in den Gemeinden sollen dazu beitragen, Menschen für diese Problematik sensibel zu machen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Ausdruck des Engagements für Kinder ist nicht zuletzt der Beitritt des Kirchenkreises zum bundesweit agierenden Bündnis Kindergrundsicherung.

Gott will, dass alles Nötige zum Leben haben

Superintendent Pfarrer Jens Sannig und die Kinder des Kindergartens im Übach-Palenberger Stadtteil Frelenberg feierten in der Christuskirche einen Familiengottesdienst. Und die Botschaft, die dort und in allen entsprechenden Gottesdiensten im Kirchenkreis laut wurde, hieß: „Gott will, dass Kinder in unserem Land alles Nötige zum Leben haben: eine gesunde Ernährung, eine gute Schulbildung, eine umfassende Teilhabe am Leben unserer Gesellschaft. Auf dem Weg dorthin braucht es Hilfe in akuten Notfällen, aber auch Zeichen der Zuwendung.” Deshalb spendeten Kindergartenkinder im Gottesdienst Spielzeug als Weihnachtsgeschenk für bedürftige Kinder.

Die Gottesdienste am Tag vor dem 6. Dezember blieben nicht bei der bloßen Beschreibung von Kinderarmut stehen: Sie zeigten Wege zu einer besseren Zukunft der Kinder auf und machten Mut, sich mit dafür einzusetzen, dass alle Kinder Anteil bekommen an der Fülle des Lebens.
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