„Xynthia” bereitet Feuerwehr Arbeit: 370 Einsätze im Kreis Heinsberg

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Glück im Unglück auf der Heidfeldstraße in Siepenbusch, zum Glück richtete der umgestürzte Baum wenig Schaden an und wurde von der freiwilligen Feuerwehr Scherpenseel zerlegt. Die Feuerwehr sorgte wieder für freie Fahrt. Foto: -agsb-

Kreis Heinsberg. Das Orkantief Xynthia hat am Sonntag auch den Kreis Heinsberg nicht verschont. Mit Sturm und Regen sorgte es nicht nur für widrigste Witterungsverhältnisse, sondern bereitete vor allem der Freiwilligen Feuerwehr viel Arbeit. Wie die Leitstelle im Feuerschutzzentrum für den Kreis Heinsberg in Erkelenz am Abend mitteilte, belief sich die Zahl der Einsätze auf zirka 370.

Gegen 11.30 Uhr waren die ersten Alarmierungen eingetroffen. „Ab 13Uhr hat es dann richtig angefangen”, so ein Mitarbeiter der Leitstelle. Betroffen gewesen sei das gesamte Kreisgebiet mit allen zehn Städten und Gemeinden. Umgestürzte Bäume, die auf Straßen, in Stromleitungen und auf Kraftfahrzeugen landeten, lose Dachziegel und abgedeckte Dächer, umgekippte Verkehrsschilder sowie umgestürzte Mauern und Schornsteine bildeten den Schwerpunkt der Einsätze.

Meldungen über Verletzte lagen weder in den frühen Nachmittagsstunden noch am Abend vor. „Glücklicherweise wurde keine Person verletzt”, hieß es da in einer Presseinformation. Nach 18 Uhr hatte sich die Lage allmählich wieder beruhigt.

Um die Koordinierung der vielen Einsätze zu gewährleisten, war die Leitstelle in Erkelenz von der routinemäßigen Besetzung mit drei Kräften am Sonntagnachmittag auf acht Mitarbeiter aufgestockt worden. Personal, das eigentlich dienstfrei hatte, war in die Leitstelle gekommen. Dort klingelte praktisch pausenlos das Telefon. Insgesamt registrierte die Leitstelle bis 19 Uhr über 1100 Anrufe von betroffenen oder besorgten Bürgern.

Die Leitstelle der Kreispolizeibehörde in Heinsberg meldete am Abend knapp 90 Sturmeinsätze. In erster Linie war die Polizei zu Gefahrenstellen gerufen worden. Vereinzelt gab es auch eine fehlerhafte Auslösung einer Alarmanlage. Nur ein einziger Verkehrsunfall wurde auf die Witterung zurückgeführt. In Hückelhoven-Doveren war bei dem Sturm eine Baustellenampel ausgefallen. In der Folge kam es dann zu einem Unfall mit Sachschaden.
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