Wundversorgung stellt Herausforderung dar

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Beim Heinsberger Wundkongress: AOK-Regionaldirektor Herbert Löscher begrüßte Schirmherrin Dr. Cornelia Groschopp sowie die Organisatoren Klaus Herzog, Mitinhaber des Pflegedienstes Medicur, Doris Bartosch (AOK), und Ulrich Sanders, Außendienstmitarbeiter der Paul Hartmann AG (v.l.n.r.) Foto: Petra Wolters

Kreis Heinsberg. Rund 250 Teilnehmer, allesamt Ärzte oder medizinisches Fachpersonal, konnte AOK-Regionaldirektor Herbert Löscher zum zweiten Heinsberger Wundkongress in der Stadthalle der Kreisstadt begrüßen.

Als Gäste hieß er Kreismedizinalrätin Dr. Cornelia Groschopp aus dem Kreisgesundheitsamt willkommen, die in Vertretung von Amtsleiter Dr. Karl-Heinz Feldhoff die Schirmherrschaft übernommen hatte, und Heinsbergs Bürgermeister Wolfgang Dieder.

Gerade bei der Versorgung chronischer Wunden sei die interdisziplinäre Zusammenarbeit von großer Bedeutung, gab sie die Gedanken Feldhoffs an das Publikum weiter. Geplant sei daher, „euPrevent MRSA”, ein grenzüberschreitendes Projekt gegen multiresistente Keime und gegen im Krankenhaus erworbene Infektionen, mit dem Wundnetzwerk zu verknüpfen, das jetzt aufgebaut werden solle, betonte sie.

Gerade in der Medizin gebe es eine hohe Spezialisierung, die es wieder in Strukturen zu bringen gelte, erklärte sie persönlich dazu. Über die Fachvorträge und Workshops hinaus biete sich für jeden die Möglichkeit, neue Verbindungen zu knüpfen.

Die Versorgung von Wunden stelle eine immer größer werdende Herausforderung dar, sowohl im ambulanten Bereich als auch in der stationären Versorgung, pflichtete ihr der AOK-Regionaldirektor bei. Grundgedanke des Kongresses sei es, die Behandlung weiter zu verbessern und das Augenmerk verstärkt auf die Prävention zu lenken. „Ich weiß, dass wir im Kreis Heinsberg seit Jahren an dem Thema Wundversorgung mit viel Energie arbeiten und wir schon sehr gut aufgestellt sind”, erklärte Löscher. „Das soll uns aber nicht davon abhalten, sondern antreiben, auch noch besser zu werden.”

Sein besonderer Dank ging an die Organisatoren: an die Krankenpflegefachkraft Doris Bartosch von der AOK, an Klaus Herzog, Mitinhaber des Erkelenzer Pflegedienstes Medicur und an Ulrich Sanders, Außendienstmitarbeiter des Medizin- und Pflegeproduktherstellers Paul Hartmann AG. „Dank ihrer Unterstützung wurde die Wundversorgung kontinuierlich verbessert, teilweise mit neidvollen Blicken aus anderen Regionen”, lobte er die Organisatoren.

Referenten des Tages waren der Anästhesiologe Klaus Längler aus Erkelenz, der Diabetologe Dr.Burkhard Schmidt aus Wegberg, der Dermatologe Dr. Holger Stege aus Detmold, die Chirurgen Dr. Gerald Engels aus Köln und Dr. Christoph Giebeler aus Schorndorf, der Rechtsanwalt Prof. Dr. Volker Großkopf aus Köln sowie Doris Bartosch aus Heinsberg. Die Themen reichten von der Schmerztherapie bis hin zu den Rechten und Pflichten in der Wundversorgung. Beleuchtet wurde auch die Rolle des Silbers bei der Behandlung von Wunden.

Ergänzt wurde das Programm durch vier Workshops, in denen es etwa um die Prävention des diabetischen Fußes oder um Kompressionstechniken ging, sowie durch eine Industrieausstellung mit 14 Herstellern beziehungsweise Händlern von Produkten für die Wundversorgung im Foyer der Stadthalle.
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