Wünsche fahren Richtung Maas und Meer

Von: agsb
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Auf zum Pilgertag: Frauen aus dem Kreis Heinsberg gingen im Selfkant auf den Meditationspfad mit dem Ziel Grenzenlos zu pilgern. Foto: agsb

Kreis Heinsberg. Das Regenwetter schreckte die Frauen aus dem Kreis Heinsberg nicht ab. Mit Regenschirm, Regencape, wetterfestem Schuhwerk und Rucksack waren 72 Frauen auf großer Wanderung. Treffpunkt war der Parkplatz an der Haverter Pfarrkirche St. Gertrud, anschließend ging es gemeinsam auf den Meditationspfad.

Dieser Meditationspfad zum Thema „Grenzen“ wurde vor rund zwei Jahren von Gemeindereferentin Gabriele Thönnessen initiiert und kann seitdem von Gruppen – mit und ohne Führung – und einzelnen Nutzern begangen oder mit dem Fahrrad erkundet werden. Alle Informationen dazu gibt es im kostenlosen zweisprachigen Begleitheft oder auf der eigens dafür entwickelten App fürs Handy sowie unter www.blick.weite.eu.

In Höngen wurden die Frauen von den Gemeindereferentinnen Brigitte Kempny, Irmgard Zielenbach und Gabriele Thönnessen (Mitarbeiterinnen in der regionalen Frauenseelsorge Heinsberg) begrüßt. Zur Freude der Organisatorinnen konnten viele Frauen begrüßt werden, die alljährlich bei den Frauenpilgertagen mitmachen. Aber auch neue Gesichter wurden gerne begrüßt.

Über Havert führte der Meditationspfad über Millen-Bruch, Isenbruch zum Westzipfelpunkt, dann weiter über Nieuwstadt/NL, dann zurück zur Kirche in Havert. Die Streckenlänge betrug rund zwölf Kilometer. Die Pilgerinnen wurden somit im wahrsten Sinne des Wortes zu Grenzgängerinnen. Dabei wurden nicht nur durch die Strecke bedingt Grenzen überschritten, auch inhaltlich gab es Impulse zum Thema „Grenzen“.

An sechs Stationen wurde das Thema „Den Blick weiten – Grenzen überschreiten“ in verschiedenen Aspekten in den Blickwinkel genommen. Es gab Impulse durch gemeinsamen Gesang (begleitet von Gitarre) und gemeinsames Gebet, durch Stillezeiten und durch Austausch.

Die erste Station mit „Meine engen Grenzen“ an der Pfarrkirche Havert weckte die Neugierde auf den unbekannten Weg. Die Kastanienallee war ein geheimnisvoller Ort; „An die Grenzen gehen“ hieß es in Isenbruch in herrlicher Bruchlandschaft; „Alles ist um Fluss“ gab es in der Umgebung des fließenden Wasser des Rodebachs, der über weite Strecken die Landesgrenze mit den Niederlanden markiert.

Am westlichsten Punkt Deutschlands setzten die Frauen unter anderen Papierschiffchen mit ihren Wünschen ins Wasser des Rodebach – in der Hoffnung, dass diese über die Grenze in die Niederlande und in Richtung Maas und Meer schwammen. „Zwischen Himmel und Erde hieß es an Wegekreuzen, die aus Dankbarkeit in der Nachkriegszeit errichtet wurden. Mit „Brücken verbinden“ wurde dargestellt, dass man gerade in diesen Tagen viele Brücken überschreiten müsse – nicht zuletzt nach die Fertigstellung der B56n.

Bei der Planung des gemeinsamen Imbisses war man im Vorfeld – getreu dem Thema – auch über die gewohnten Grenzen gegangen. Statt Kaffee und Kuchen oder einer Suppe wurden die Frauen in ein Restaurant in Süsterseel eingeladen, wo sie Köstlichkeiten in herzlicher Gastfreundschaft probierten.

Ein gelungener Abschluss eines gelungenen Tages.

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