Wolfgang Niedecken zu Gast in Heinsberg: „Für ´ne Moment”

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Wird am 14.April in Heinsberg erwartet: BAP-Sänger und Songschreiber Wolfgang Niedecken.

Heinsberg. Der BAP-Sänger und Songschreiber Wolfgang Niedecken wird am 30. März 60 Jahre alt. In dieser Woche stellt er auf der Leipziger Buchmesse seine Autobiographie „Für ´ne Moment” vor. Darüber hinaus gibt es nur wenige Termine in Deutschland.

Am Donnerstag, 14.April, kommt er auf Einladung der Buchhandlung Gollenstede nach Heinsberg in die Stadthalle an der Apfelstraße.

Wolfgang Niedecken wird aus seiner Autobiographie vortragen. Die Lesung wird durch den Vortrag der Songs seines Lebens ergänzt, die die Geschichten des Buches spiegeln, kommentieren und schon wieder neu erzählen. Niedecken begleitet sich selbst auf der Gitarre. Beginn ist um 20 Uhr. Karten gibt es in allen Vorverkaufsstellen Ihrer Tageszeitung und im Internet unter http://www.tickets.az-web.de.

„Für ´ne Moment”, entstanden in enger Zusammenarbeit mit dem Literaturwissenschaftler Oliver Kobold, spielt mit den Konventionen autobiographischen Schreibens und setzt sie so manches Mal außer Kraft. Nicht um das chronologische Abarbeiten von Lebensdaten geht es, auch nicht um ein Ich, das sein Privatleben bis ins Detail offenlegt.

Vielmehr addieren sich die Kapitel zu einem unabgeschlossenen, kunstvoll komponierten Entwicklungsroman, der die Leser in verschiedene Zeiten, Länder und Situationen führt. Die „Lebensgeschichten” erweitern immer wieder die Perspektive vom Persönlichen ins Allgemeine. Debatten in Gesellschaft und Politik scheinen auf, künstlerische Positionen werden verhandelt, Zeitumstände geraten in den Blick.

In „Für ´ne Moment” erzählt Niedecken von einer Kindheit zwischen Trümmern im Nachkriegs-Köln, vom katholischen Internat und der Rebellion gegen Autoritäten. Vom Malereistudium und der New Yorker Kunstszene der 70er-Jahre. Von den ersten Texten auf Kölsch, den tragikomischen Anfängen mit BAP und den Triumphen des überregionalen Durchbruchs. Vom Songschreiben und vom Unterwegssein. Von den geplatzten Konzerten in der DDR und den exotischen Konzertreisen nach Nicaragua, Mosambik, China und die ehemalige Sowjetunion. Von den Begegnungen mit Vorbildern wie Heinrich Böll und Bob Dylan, von den Freundschaften und Kollaborationen mit Wim Wenders und Bruce Springsteen.

Berichte von Niedeckens Reisen nach Afrika und seinem Engagement für ehemalige Kindersoldaten in Uganda und geschändete Frauen im Ostkongo fehlen in dem Buch nicht.
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