Wohnblocks müssen überstürzt geräumt werden

Von: Rainer Herwartz
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Auch diese Häuser müssen bis heute geräumt sein: Der Essener Eigentümer, dem 170000 Wohnungen gehören, sagt, sie seien Foto: Herwartz

Heinsberg-Oberbruch. Nein, mit der Vertreibung aus dem Paradies lässt sich das, was sich seit drei Tagen in der Erlenbacher Straße und der Obernburger Straße im Heinsberger Stadtteil Oberbruch abspielt, wohl kaum vergleichen.

Paradiesisch sind die Zustände in den grauen Wohnblocks aus den 50er Jahren sicher nicht. Doch vielen der 66 Mieter, die dort zum Teil schon seit etlichen Jahren Leben, steht der Schock noch ins Gesicht geschrieben.

In einem freundlichen, aber bestimmten Schreiben wurden sie am Dienstag dieser Woche, durch die Gagfah-Group aus Essen, die die Wohnblocks im Oktober 2006 von der LEG übernahm, darüber informiert, dass aufgrund fortschreitender Rissebildung die Standsicherheit und somit ihre eigene derart gefährdet sei, dass sie schon am Freitag ihre Wohnungen geräumt haben müssten.

„Wir bitten diesen Umstand zu entschuldigen, er dient ausschließlich Ihrer Sicherheit”, ist da zu lesen. Das Unternehmen bietet den Mietern allerdings Ersatzwohnungen an.

Für 26 der 41 Mietparteien seien schon „einvernehmliche Lösungen” gefunden worden, erklärt Bettina Benner, die Pressesprecherin des Unternehmens.

Manche der Bewohner sollen vorübergehend ins Hotel ziehen. Die Kosten hierfür übernehme die Gagfah-Group. Der Stadt Heinsberg liegt das Sachverständigen-Gutachten vor. Doch sie wurde auch erst am Montag in Kenntnis gesetzt.
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