Kreis Heinsberg - Wo geht‘s zum Industriegebiet nach Lindern?

Wo geht‘s zum Industriegebiet nach Lindern?

Von: jwb
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Kreis Heinsberg. Auch die Verkehrswegeplanung für das In­dustriegebiet Lindern hatte die SPD-Fraktion im Regionalrat Köln bei ihren jüngsten Anfragen in den Blick genommen.

Die SPD hatte gefragt, welche Überlegungen es für die verkehrliche Erschließung dieser Fläche gebe, wann mit einem Vorschlag zu rechnen sei und wie sichergestellt werde, dass die notwendigen Flächen zur verkehrlichen Erschließung auch frei von Bebauung bleiben würden.

Der Entwurf zum neuen Landesentwicklungsplan NRW sehe die ehemalige LEP-IV-Fläche Geilenkirchen-Lindern weiterhin als einen Standort für landesbedeutsame flächenintensive Großvorhaben vor, antwortete die Regionalplanunsgbehörde Köln nach Rücksprache mit der Landesplanungsbehörde. Um diese gewerblich nutzen zu können, müssten die Flächen verkehrlich erschlossen werden.

Eine für den Lkw-Verkehr geeignete, leistungsfähige und nicht durch Ortsdurchfahrten eingeengte Straßenanbindung des Standortes Geilenkirchen-Lindern sei noch nicht umgesetzt. Der Kreis Heinsberg und die drei beteiligten Kommunen Geilenkirchen, Hückelhoven und Heinsberg hätten sich auf eine Trassenführung geeinigt. Durch den Bau zweier Ortsumgehungen der Landesstraße 364 im Bereich Hückelhoven (Ortsumgehung 1) und Hilfarth (Ortsumgeung 2) solle ein Anschluss an die Autobahn 46 erfolgen.

Im Regionalplan Köln (Teilabschnitt Aachen) seien diese Vorhaben durch die Darstellung als Bedarfsplanmaßnahme ohne räumliche Festlegung (Ortsumgehung 2 Hilfarth) beziehunsgweise als Grobtrasse ­einer Bedarfsplanmaßnahme (Ortsumgehung Hückelhoven) dargestellt. Dies sei als nachrichtliche Übernahme der Straßenbedarfsplanung erfolgt.

In Ihrer Antwort teilt die Regionalplanungsbehörde weiter mit, dass es sich um „grobe, noch nicht konkretisierte Festlegungen“ handele. Durch diese Darstellung sowie die entsprechenden textlichen Festlegungen im Regionalplan sei es aber auch ohne genauen Trassenverlauf möglich, räumliche Entwicklungen, die einer Realisierung der Straßenbauvorhaben entgegenstünden, räumlich zu steuern.

Die geplante Ortsumgehung im Bereich Hückelhoven sei bereits rechtskräftig planfestgestellt, für die Ortsumgehung Hilfarth würden die vorbereitenden Untersuchungen zur Linienabstimmung laufen. Beide Vorhaben seien im geltenden Landesstraßenbedarfsplan als Vorhaben der Stufe 1 (vorrangig zu planen) verankert. Darüber hinaus seien die Ortsumgehungen in den Entwurf des Landesstraßenbauprogramms 2015 aufgenommen – allerdings ohne Finanzierungszusage.

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