Wladimir Kaminer begeistert schnörkellos

Von: Petra Wolters
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Vor ausverkauftem Haus las Wladimir Kaminer in der Heinsberger Stadthalle aus seinen jüngsten Büchern und auch aus bisher unveröffentlichten Manuskripten. Foto: Petra Wolters

Heinsberg. Berühmte Autoren lassen sich oft schon dann gerne bejubeln, wenn sie ihren mit Publikum gefüllten „Lesesaal” betreten. Anders Wladimir Kaminer. Auch wenn er mit seinen Büchern derzeit zu den Kultautoren der deutschen Literaturszene gehört, kam er ganz unscheinbar daher.

Ganz in Schwarz gekleidet schlich er sich quasi in den oberen Saal der Heinsberger Stadthalle, der mit 150 Besuchern bis auf den letzten Platz gefüllt war. Und dann lauschte er zunächst aus der Ecke des Raumes heraus interessiert den Begrüßungsworten von Marcus Mesche für die Buchhandlung Gollenstede, die gemeinsam mit dem Bündnis gegen Rechtsextremismus - für Toleranz und Demokratie im Kreis Heinsberg zu der Veranstaltung eingeladen hatte.

„Es soll immer noch Menschen geben, die ihn nicht kennen”, lächelte ihm Mesche zu. Dabei kommentiere er bereits seit fast 20 Jahren auf sehr unterhaltsame Weise sowohl russische als auch deutsche Eigenheiten.

Bereits bevor er selbst begann, aus seinen Büchern und aus bisher unveröffentlichten Manuskripten zu lesen, hatte Kaminer die Sympathie all seiner Zuhörer für sich gewonnen. Er sei das erste Mal in Heinsberg, betonte er, „und es schmeichelt mir, dass gleich die ganze Stadt gekommen ist.”
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