Wissenswertes rund um Sucht und Drogen

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Kreis Heinsberg. Aus Anlass des Weltdrogentages weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf die gravierenden Folgen von Alkoholmissbrauch in Deutschland hin.

Alkohol ist das am weitesten verbreitete Suchtmittel in Deutschland. Insgesamt haben rund 9,5 Millionen Deutsche zwischen 18 und 64 Jahren Alkoholprobleme. Das bedeutet, dass sie Alkohol in einer gesundheitlich riskanten Menge konsumieren. Etwa 1,3 Millionen von ihnen sind alkoholabhängig, und bei rund zwei Millionen Menschen besteht ein Alkoholmissbrauch. Jedes Jahr sterben zirka 74.000 Männer und Frauen an den Folgen ihres Alkoholkonsums. Beim Alkoholkonsum liegt Deutschland europaweit an fünfter Stelle.

„Alkohol gehört für viele Menschen zum Feiern oder zum Entspannen einfach mit dazu. Allzu häufig werden die gesundheitlichen Gefahren und Risiken, die ein regelmäßiger Alkoholkonsum mit sich bringen, nicht gesehen oder deutlich unterschätzt”, erklärte Ilona van Halbeek, Suchtprophylaxefachkraft des Kreises Heinsberg.

Um dem Konsum von Suchtmitteln frühzeitig entgegenzuwirken, wird im Kreis Heinsberg das Projekt „check it!” realisiert. Dabei handelt es sich um eine Unterrichtsreihe zur Suchtprävention bei Jugendlichen, die vom Kreisgesundheitsamt Heinsberg in Kooperation mit der Kreispolizeibehörde (Kommissariat Vorbeugung) und der Regionaldirektion der AOK Rheinland/Hamburg gemeinsam organisiert wird.

Suchthilfesystem

In mindestens fünf verpflichtenden Unterrichtseinheiten und weiteren Wahlbausteinen lernen Schüler ab der siebten Jahrgangsstufe Wissenswertes zum Thema Sucht und Drogen. „Es geht um die Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsum von legalen und illegalen Substanzen, um gesundheitliche Risiken sowie die rechtlichen Konsequenzen. Darüber hinaus wird das Suchthilfesystem im Kreis Heinsberg vorgestellt”, erläuterte Klaus Poschen von der AOK. Friedrich Mathieu vom Kommissariat Vorbeugung ergänzte: „Ziel ist es, dass die Jugendlichen auf interessante und abwechslungsreiche Weise Informationen erhalten und sich mit dem Thema auseinandersetzen.” Daher haben sich auch verschiedene Einrichtungen wie zum Beispiel die Selbsthilfegruppen oder die Beratungsstellen im Kreis bereit erklärt, dieses Projekt tatkräftig zu unterstützen.

Bei „check it!” werden die Klassen sowohl von den Fachleuten besucht als auch in den jeweiligen Institutionen empfangen und rund geführt. So sind vielfältige Eindrücke und Erfahrungen möglich, die von den Lehrern in der Schule aufgegriffen und vertieft werden können. Abgerundet wird die Unterrichtsreihe mit einem Elternabend.

„Besonders erfreulich ist, dass im Kreis Heinsberg alleine im aktuellen Schulhalbjahr zwölf Schulen mit insgesamt 32 Klassen am Suchtpräventionsprojekt check it! teilgenommen haben”, so Ilona van Halbeek.
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