Wirtschaft und Politik im Kreis miteinander im Dialog

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Konstruktive Diskussionen zwischen Politik und Wirtschaft im Beirat: Stefan Lenzen, Ulrich Schirowski, Gereon Frauenrath, Ilse Lüngen, Rainer Florack und Alexander Houben (von links nach rechts).

Kreis Heinsberg. „Wenn es den Wirtschaftsbeirat im Kreis Heinsberg nicht schon gäbe, man müsste ihn erfinden“, so die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg (WFG). „Denn wo gibt es sonst die Gelegenheit, dass Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft im geschlossenen Kreis – dafür aber mit offenem Visier – über Themen und Entwicklungsschwerpunkte diskutieren, die den Kreis Heinsberg weiter nach vorne bringen können.“

Seit 2011 existiert der von der WFG organisierte Wirtschaftsbeirat, dessen Mitglieder sich aus dem Regionalausschuss der Industrie- und Handelskammer (Wirtschaft) und dem Kreistag (Politik) rekritieren; plus einem Vertreter der regionalen Hochschullandschaft.

Landrat Stephan Pusch – auch in seiner Funktion als Verwaltungschef – hat den Vorsitz inne, während sein Stellvertreter aus dem Unternehmerlager kommt. Diese Rolle hat jetzt – als Nachfolger von Jakob Wöllenweber – Gereon Frauenrath, Geschäftsführender Gesellschafter der Frauenrath Unternehmensgruppe, übernommen. Er ließ es sich deshalb auch nicht nehmen, den Wirtschaftsbeirat in die Räume des Unternehmens in Heinsberg an der Industriestraße einzuladen.

Frauenrath betonte die Bedeutung und das Selbstverständnis dieser Runde aus seiner Sicht: Wirtschaftswachstum, mehr Beschäftigung und damit mehr Wohlstand in der Region würden sich dann am besten entwickeln, wenn Unternehmen, Politik und Verwaltung miteinander reden, besser verstehen und im Sinne des Allgemeinwohls – im Rahmen des Machbaren – zusammenarbeiten würden.

Auch in der Vergangenheit habe der Wirtschaftsbeirat bereits wichtige Anregungen und Impulse geben können, so Frauenrath, unter anderem bei der digitalen Infrastrukturentwicklung durch den Glasfaser-Breitbandausbau oder zuletzt beim Thema Energiewende und dem jetzt anlaufenden Klimaschutzkonzept des Kreises Heinsberg.

Eines dieser Themen sollte in Zukunft – da waren sich die Mitglieder des Wirtschaftsbeirats einig – die Fachkräfteentwicklung im Kreis sein. Insbesondere die Wirtschaftsvertreter machten deutlich, dass der teilweise heute schon, in Zukunft aber womöglich noch deutlich stärker fehlende Nachwuchs in den Unternehmen ein echtes Entwicklungshemmnis darstellen könnte.

Sorgen macht sich die Wirtschaft auch über die künftige Gewerbeflächenentwicklung im Kreis Heinsberg. Die erfreulichen Ansiedlungserfolge der jüngsten Vergangenheit führten in der logischen Konsequenz zu einem Rückgang der Flächenreserven. Angesichts der zu erwartenden weiteren Attraktivitätssteigerung des Kreises als Investitionsstandort müssten alle Kräfte darauf einwirken, dass auch künftig ausreichend Gewerbeflächen zur Verfügung stehen würden.

Positiv äußerten sich Politik und Wirtschaft zur Standortmarketingkampagne „Spitze im Westen“. Der Kreis Heinsberg sei ein attraktiver Wirtschaftsstandort, aber auch hervorragend zum Wohnen und Leben. Dies solle und müsse man immer wieder deutlich machen und selbstbewusst nach außen darstellen. Gerade die Wirtschaftsvertreter boten sich an, im Rahmen der im kommenden Jahr anstehenden Neuauflage der Kampagne sich noch stärker einzubringen und zu unterstützen.

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