Wie wird die Ernte? Mit einem Rekord wird nicht gerechnet

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Getreide vor der Ernte: Die Landwirte haben in den nächsten Wochen viel Arbeit vor sich. Foto: Stefan Klassen

Kreis Heinsberg. Viele Verbraucher genießen derzeit das sonnige Wetter bei Eis und im Schwimmbad. „Für die Landwirte bereiten die Sommertage jetzt ideales Erntewetter“, betont Bernhard Conzen, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Heinsberg.

In diesen Tagen rollen die ersten Mähdrescher in der Köln-Aachener-Bucht und am Niederrhein über die Wintergerstenfelder. Der Erntezeitpunkt bei der Wintergerste liegt damit im Mittel der Jahre.

„Die Landwirte hoffen jetzt, die Ernte trocken unter Dach und Fach einzufahren. Bei anhaltend gutem Wetter wird in rund zwei bis vier Wochen auch der Winterweizen, die wichtigste Getreideart im Rheinland, reif sein“, so der Vorsitzende.

Da es in den vergangenen Wochen vor der kurzen Regenperiode sehr trocken gewesen sei und es vielerorts im Rheinland zu wenig geregnet habe – nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes oft nur 60 Prozent des durchschnittlichen Niederschlages in NRW –, könnten die Bauern in diesem Jahr voraussichtlich keine Rekordernte einfahren. Die Niederschläge der vergangenen Woche hätten das Defizit nicht überall ausgleichen können.

Bernhard Conzen erwartet einen mittleren Ernteertrag mit guter Qualität. Die Getreidebestände hätten sich trotz der Trockenheit bis auf wenige Ausnahmen gut entwickelt. Besonders am Niederrhein mit vielfach leichteren Böden, auf denen auch Weizen angebaut wird, machten sich die Auswirkungen der Trockenheit bemerkbar.

„Die Landwirtschaft ist und bleibt abhängig vom Wetter, was Landwirte besonders in der Erntezeit zu spüren bekommen“, hebt der Vorsitzende hervor. Die Trockenheit mache aktuell auch dem Grünland zu schaffen. Der Regen der vergangenen Woche reiche für die Wiesen und Weiden noch nicht aus. Hier seien die Wasservorräte noch nicht aufgefüllt.

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