Wie geht es weiter mit den Förderschulen?

Von: disch
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Kreis Heinsberg. Die künftige Landesregierung will noch vor den Sommerferien Veränderungen im Bereich der Schließung von Förderschulen umsetzen. Die Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen sollen abgewartet werden.

„Der Medienberichterstattung über die Koalitionsverhandlungen zwischen der CDU und der FDP konnte entnommen werden, dass die künftige Landesregierung noch vor den Sommerferien Veränderungen im Bereich der Schließung von Förderschulen umsetzen wolle“, erklärte Verwaltungsdezernent Franz Josef Dahlmanns im Schulausschuss des Kreises, der unter Vorsitz von Andrea Reh (SPD) im Kreishaus tagte.

Dahlmanns erinnerte an den im Dezember 2014 einstimmig getroffenen Kreistagsbeschluss, zwei Förderschulen in Trägerschaft des Kreises, die Gebrüder-Grimm-Schule (Schwerpunkt: Sprache) und die Janusz-Korczak-Schule (Schwerpunkt: emotionale und soziale Entwicklung), beginnend mit dem Schuljahr 2015/2016, auslaufen zu lassen. Die Bezirksregierung habe dem mit einer Verfügung vom Juli 2015 zugestimmt.

Wegen gesunkener Schülerzahlen sei auf Wunsch der Schule mit einstimmigem Kreistagsbeschluss vom November 2016 davon abweichend die Auflösung der Gebrüder-Grimm-Schule bereits zum Ende des Schuljahres 2016/2017 beschlossen, „da ein ordnungsgemäßer Schulbetrieb über diesen Zeitpunkt hinaus nicht mehr möglich ist“.

Das Land habe die notwendigen personellen Maßnahmen mit Blick auf die Schulleitungen und der Lehrerschaft bereits umgesetzt. Mit Blick auf die Schulgebäude seien bereits Folgenutzungskonzepte entwickelt worden, so Dahlmanns weiter.

„Nachfragen bei der Bezirksregierung, bei der unteren Schulaufsicht und beim Landkreistag ergaben, dass auch dort derzeit keinerlei weitergehende Erkenntnisse vorliegen. Diese sollten abgewartet werden“, sagte Dahlmanns zum aktuellen Stand der Dinge auf Landesebene.

Der Schulträger Kreis Heinsberg werde, wenn rechtliche Änderungen durch das Land vorliegen würden, wie bei der Neuordnung der Förderschullandschaft im Jahr 2014 alle Beteiligten (Städte und Gemeinden, Schulleitungen und Schulaufsichten) so schnell wie möglich in die Überlegungen einbeziehen und gegebenenfalls notwendige Beschlüsse herbeiführen.

In der Gebrüder-Grimm-Schule werden derzeit laut seinem Bericht noch 28 Schülerinnen und Schüler beschult. Von den 15 Zweit- und Drittklässlern werden zukünftig acht eine Förderschule besuchen und sieben eine Grundschule mit Gemeinsamem Lernen. Von den elf Viertklässlern werden fünf ab dem nächsten Schuljahr die Gutenberg-Schule in Stolberg, Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Sprache, Sekundarstufe I, und die anderen sechs weiterführende Schulen im Gemeinsamen Lernen besuchen.

In der Janusz-Korczak-Schule gibt es derzeit 55 Schülerinnen und Schüler. Das kommende Schuljahr 2017/2018 wird derzeit mit 44 Schülerinnen und Schülern geplant.

In der Rurtal-Schule (Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“) beträgt die aktuelle Schülerzahl 274.

In der Mercator-Schule / Don-Bosco-Schule (Schwerpunkte: Lernen, emotionale und soziale Entwicklung sowie Sprache) mit Standorten in Gangelt und Oberbruch veranlasst die Entwicklung der Schülerzahlen – von 184 im Schuljahr 2015/2016 auf derzeit 203 – ­laut Dahlmanns insbesondere am Standort in Gangelt zum Handeln. Es sei davon auszugehen, dass an den beiden Standorten zum nächsten Schuljahr circa 40 Schülerinnen und Schüler aufgenommen würden, was bei 30 Entlassschülerinnen und Entlassschülern einen Zuwachs um zehn bedeute.

„Die räumlichen Kapazitäten am Schulstandort Gangelt sind damit erschöpft“, so der Dezernent. Aus diesem Grunde würden derzeit „sehr konstruktive“ Gespräche mit der Gemeinde Gangelt zur Nutzung des ehemaligen Realschulgebäudes für das Angebot des Offenen Ganztags der Mercator-Schule / Don-Bosco-Schule laufen.

Die Pestalozzi-Schule der Stadt Erkelenz (Förderschwerpunkt: Lernen) wird zum 31. Juli 2017 aufgelöst. Mit Stand vom April wurden dort noch 29 Schülerinnen und Schüler unterrichtet.

In der Peter-Jordan-Schule der Stadt Hückelhoven (Förderschwerpunkte Lernen, emotionale und soziale Entwicklung und Sprache) betrug die Schülerzahl im April 171. Für das kommende Schuljahr werden 182 Schülerinnen und Schüler erwartet, da Schülerinnen und Schüler der auslaufenden ­Pestalozzi-Schule aufgenommen werden.

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