Wichtige pädagogische und soziale Aufgaben als Tagesmutter

Von: mabie
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Kinderbetreuung auch abseits von Kindertageseinrichtungen spielt eine wichtige Rolle. Foto: imago/epd
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Adelhajda Xenakis (l.) berichtete über ihren Weg zur Tagesmutter, auf dem sie auch vom Katholischen Forum und dessen zuständiger Koordinatorin Ulla Otte-Fahnenstich begleitet wurde. Foto: Markus Bienwald

Kreis Heinsberg. Eigentlich stand die Tätigkeit als Tagesmutter für Adelhajda Xenakis nicht unbedingt in ihrer Lebensplanung. Zwar hatte sie Soziologie studiert, doch nach dem Studium war zunächst eine Stelle als Beraterin im Finanzsektor angesagt.

„Während meiner Elternzeit habe ich dann festgestellt, dass ich doch lieber etwas im sozialen Bereich tun möchte, und auch etwas, bei dem man Familie und Beruf kombinieren kann“, sagt die sympathische Erkelenzerin. Über die Betreuung eines Kindes aus dem Freundeskreis kam sie dann mit dem Job einer Tagesmutter in Berührung.

Und über das Katholische Forum für Erwachsenen- und Familienbildung ging es dann in zunächst in die Basisausbildung und vor Kurzem zum Abschluss der Erweiterungsmodule. Dabei stand selbst bei der Anmeldung zum Basismodul noch nicht fest, ob Adelhajda Xenakis wirklich längerfristig als Tagesmutter arbeiten würde.

„Ich musste ein Formular ausfüllen, in dem ich gefragt wurde, ob ich es kurz- oder langfristig machen will“, erinnert sie sich. Das entsprechende Kästchen blieb ohne Kreuz, doch nach ihrer Zertifizierung als Tagesmutter kam in kurzer Zeit – beinahe exakt im Drei-Monats-Rhythmus ein Kind in der Betreuung hinzu. Sechs Kinder sind es aktuell, und fragte man sie, ob sie als Tagesmutter eine längerfristige Beschäftigungsperspektive sieht, würde sie inzwischen sicherlich mit „Ja“ antworten.

Die zwischenzeitliche gewonnene Erkenntnis beruht aber nicht nur darauf, nun etwas Eigenes zu schaffen, das sich bestens mit den Verpflichtungen im eigenen Familienverbund vereinbaren lässt. ­„Pädagogische und soziale Aspekte haben mich immer sehr interessiert“, erinnert sie sich an die Fortbildungen als Tagesmutter, „und in der Aufbauphase habe ich dann festgestellt, dass ich mir das sehr gut auch in den nächsten Jahren vorstellen kann.“

Als besonders wichtig empfand sie dabei zum einen die in einer nicht festen Reihenfolge zu absolvierenden Zusatzmodule. „Dadurch kam man immer wieder mit Tageseltern zusammen, die ganz unterschiedliche Erfahrensschätze gesammelt haben“, berichtet Xenakis.

Für Ulla Otte-Fahnenstich, Koordinatorin der Tageselternqualifizierung beim Katholischen Forum, war der Schritt hin zur neuen Modulstruktur im forumseigenen Kursangebot sehr wichtig. „Mit dieser neuen Ausrichtung schaffen wir den Mix. Wir bringen Tageseltern, die gerade erst frisch gestartet sind, mit erfahrenen Menschen in diesem Job zusammen.“

Dies sei, so Otte-Fahnenstich, ideal, um sich gegenseitig in den Ideen bei der täglichen Arbeit mit den Kindern zu befruchten. Aber es sei auch gut, um einmal zu sehen, was andere machen, denn so würden manchmal auch eingetretene Pfade verlassen.

„Bei mir war es das Kochen mit den Kindern: Ich konnte mir anfangs nicht vorstellen, dass die jungen Kinder schon komplexere Aufgaben übernehmen können“, erzählt Adelhajda Xenakis. Ein Kurs, bei dem sie erfuhr, wie auch schon mit jungen Kindern kreativ und schnell mit Gemüse gearbeitet werden kann, ist ihr noch gut in Erinnerung geblieben.

„Solche Dinge helfen, denn ich möchte den Kindern ja auch etwas bieten können“, schließt sie. Dass sie dabei als Tagesmutter sehr viel mehr als nur das Hüten der Kinder übernimmt, sondern auch wichtige pädagogische und soziale Aufgaben erfüllt, ist dabei für sie eine gern gelebte Selbstverpflichtung.

Und sie möchte auch in Zukunft gerne am Ball bleiben, kooperiert gerne mit Kindertagesstätten, auf deren Besuch sie „ihre“ Betreuungskinder vorbereitet, und blättert schon mit Interesse durch die Angebote des Katholischen Forums.

„Das passt ja auch zu unserem Credo, lebenslang zu lernen“, freut sich Ulla Otte-Fahnenstich über den Einsatz. „Und manchmal sind es ja auch nur Kleinigkeiten, die man erfährt, über die man vielleicht gar nicht so sehr nachgedacht hat, die aber in der täglichen Praxis sehr hilfreich sind“, unterstreicht Adelhajda Xenakis.

Sie gibt allen, die diese tägliche Arbeit mit Kindern vielleicht gar nicht auf dem Schirm haben, noch einen Tipp: „Ich empfehle es auch anderen, über diesen Beruf einmal nachzudenken, denn es ist auch ein Job, in dem man täglich ein ‚Danke‘ und ein Lächeln zurückbekommt.“

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