WFG startet eine Kampagne für Glasfaser

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Kreis Heinsberg. Mit einer Kam­pagne, die sich an die Unternehmen richtet, unterstützt die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg (WFG) die Bemühungen der Deutschen Glasfaser GmbH, die Haushalte im Kreis Heinsberg nahezu flächendeckend an ein Glasfasernetz anzuschließen.

Die Deutsche Glasfaser GmbH knüpft die Erschließung des Kreises mit Glasfaser-Hausanschlüssen daran, dass 40 Prozent der Haushalte durch Abschluss von Vorverträgen verbindlich zusichern, das neue Glasfasernetz zukünftig auch tatsächlich zu nutzen. Die Teilnahmequote von 40 Prozent sei für das Unternehmen erforderlich, um das Investitionsrisiko in Grenzen zu halten, erklärte die WFG. Ortslagen, die diese Schwelle nicht überschreiten, würden folglich nicht angeschlossen.

Wieder optimistischer

Die seit Anfang Februar nach und nach auflaufenden ersten Ergebnisse zu den erreichten Anschlussquoten in den bisher definierten Ausbaugebieten waren „zunächst teilweise ernüchternd“, konstatierte die WFG. Inzwischen dürfe man aufgrund der gesetzten Nachfristen und des unermüdlichen Einsatzes der betreffenden Bürgermeister optimistischer sein.

Für den Geschäftsführer der WFG, Dr. Joachim Steiner, ist das Projekt der Deutschen Glasfaser GmbH das mit Abstand bedeutendste Infrastrukturprojekt für den Kreis Heinsberg. Für ihn ist klar: „Im Wettbewerb der Regionen wird es zukünftig eine sehr große Rolle spielen, ob schnelle Datenkommunikation auf breitbandiger Infrastruktur möglich ist oder nicht. In Regionen, die hierbei benachteiligt sein werden, wird man möglicherweise nicht mehr gerne wohnen, aber auch standortsuchende Unternehmen werden diese Regionen meiden. Das hat unmittelbare Konsequenzen für die wirtschaftliche Entwicklung des Kreises Heinsberg und für die Wertentwicklung beziehungsweise Vermietbarkeit von Immobilien im Kreisgebiet.“

Brief mit Faktencheck

In Gesprächen mit Unternehmern im Kreisgebiet hat der WFG-Chef den Eindruck gewonnen, dass dies viele von ihnen genauso sehen würden. Die WFG schreibt daher derzeit mehr als 1300 Unternehmen im Kreis Heinsberg an, um sie auf die „Einmaligkeit“ dieser Infrastrukturchance hinzuweisen – verbunden mit der Bitte, bei ihren Mitarbeitern für die Teilnahme am Glasfaserprojekt zu werben. Die Unternehmensleitungen erhalten dazu einen persönlichen Brief, ­einen Faktencheck mit den wichtigsten Argumenten sowie zunächst zehn sogenannter „40 Prozent-Karten“ zur Weitergabe an ihre Mitarbeiter. Sie können beliebig viele dieser „Überzeugungsträger“ bei der WFG nachbestellen um bei Bedarf ihre gesamte Belegschaft damit auszustatten.

„Zukunftschancen“

Auf diese Weise hofft die WFG, unabhängig vom Infrastrukturunternehmen und den Providern, die Menschen im Kreis zu erreichen und ihnen die „Zukunftschancen, die ein Glasfaseranschluss bietet“, noch einmal aus einem weiteren Blickwinkel aufzuzeigen. Denn erreiche eine Ortslage nicht die Anschlussquote von 40 Prozent, sei die Perspektive vertan, „für lange Zeit, vielleicht für immer“, so die WFG.

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