Wettbewerb: Grundschüler begeistern sich für Mathe

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In der Katholischen Grundschule Waldfeucht-Haaren wurde erneut die Kreisrunde des Mathematikwettbewerbs für Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen – mit einigen pfiffigen Drittklässlern – ausgetragen.

Kreis Heinsberg. „Viele denken sich bei Mathematik: Ist ja schön, aber bitte wozu braucht man das schon?“ Das waren die ersten Worte eines Videos, mit denen die nahezu 100 Schülerinnen und Schüler aus 20 Grundschulen aus dem Kreis Heinsberg in der Grundschule Waldfeucht-Haaren zum Mathematikwettbewerb auf Kreisebene begrüßt wurden.

Johann ­Beurich singt und rappt unter dem Künstlernamen DorFuchs über mathematische Formeln und Fragestellungen. Und viele der Jungen und Mädchen in der Aula der Grundschule waren gleich in entsprechender Stimmung und vergaßen so ein wenig ihre Anspannung, mit der sie zum Wettstreit erschienen waren. Die Begeisterung der Kinder war spürbar, sich in diesem Rahmen außerhalb des Schulalltags mit anderen Schülern zu messen und die eigenen Fähigkeiten bei der Bearbeitung anspruchsvoller Aufgaben zu erproben.

Bereits einen Tag nach der Zeugnisausgabe fand in der Katholischen Grundschule Waldfeucht-Haaren erneut diese zweite Runde des landesweiten Mathematikwettbewerbs für Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen aus dem Kreis Heinsberg statt – „angereichert“ mit einigen wenigen pfiffigen Drittklässlern.

Für den Kreis Heinsberg organisiert Karl-Josef Tholen seit zehn Jahren sowohl diese Kreisrunde als auch die dritte Runde als Landesrunde. Der Wettbewerb beweist nach seiner Ansicht jedes Jahr aufs Neue, dass Mathematik sehr unterhaltend sein kann, dass Knobeln richtig Spaß machen kann und sogar einen echten Wettstreit wert ist.

„Die Aufgaben, von zentraler Stelle gestellt, bieten einen Querschnitt durch die Mathematik und bedienen die verschiedensten Schwierigkeitsgrade. Diese Art von Wettbewerb beansprucht die grauen Zellen, fordert aber keine sportlichen Höchstleistungen. Dabei kann das Lösen eines Problems durch logische Überlegung ebenso befriedigend sein wie der Sieg in einer sportlichen Disziplin.“

Der Wettbewerb läuft über ein Schuljahr und wird in drei Runden ausgetragen (auf Schul-, Kreis- und Landesebene), wobei die erfolgreichsten Teilnehmer und Teilnehmerinnen einer Runde bei der nachfolgenden mitmachen können. Eingeladen zur zweiten Runde waren alle Schülerinnen und Schüler, die sich bereits im Oktober in der ersten Runde des Wettbewerbs auf Schulebene mit ihren mathematischen Fähigkeiten hervorgetan und entsprechend qualifiziert hatten.

Dabei beteiligten sich wie in den Jahren zuvor wieder merh als 500 Kinder an 20 Schulen im Kreisgebiet. Der Organisator stellte das große Interesse der Kinder, aber auch den Unterstützungs- und Förderungswillen der Lehrer und Eltern heraus. Dieses große Starterfeld beweise, dass es viele Schüler gebe, denen Mathe einfach Spaß mache. Die Faszination der Logik sei nicht neu.

Die Aufgaben stammen nicht aus dem täglichen Mathematikunterricht. Es sind Tüfteleien und Logeleien, die altersgerecht formuliert und gewichtet sind. Stärken der Kinder sollen gefördert werden, indem die Aufgaben logisches Denkvermögen und Kombinationsfähigkeit erfordern und den Teilnehmern die Möglichkeit bieten, nicht nur ihre formalen Rechenfähigkeiten unter Beweis zu stellen, sondern sich auch in einem kreativen Umgang mit Mathematik zu üben – eine abwechslungsreiche Herausforderung für mathematisch interessierte Schülerinnen und Schüler.

Und so können laut Karl-Josef Tholen auch Kinder erfolgreich sein, die sonst nicht so gut in Rechnen sind. Schon öfters habe festgestellt werden können, dass sich die neu erlangte Motivation danach auch auf andere Schulfächer übertrage. Zwei Schulstunden lang setzten sich die Grundschüler mit den gestellten Anforderungen auseinander.

In den Fluren war es ­äußerst leise und die Eltern warteten gespannt in der Aula der angrenzenden Sekundarschule. Als dann gegen 11 Uhr die Schülerinnen und Schüler aus den Räumen kamen, wirkten nicht wenige leicht geschafft. Die Eltern freuten sich, dass Mathematik ihren Kindern so viel Spaß macht, Anstrengung, Einfallsreichtum und Denkvermögen gefordert und gefördert werden und – nicht zu vergessen – dass auch bereits die Bereitschaft bei den Kindern anges­prochen wird, sich freiwillig mit mathematischen Knobeleien in der Freizeit zu beschäftigen.

Dass einige Pfiffikusse dabei selbst manchen ihrer Eltern in diesem Punkt schon ein Stück voraus sind, gestanden einige Erwachsene freimütig ein, wenn auch nicht ohne Stolz.

Tholen dankte den Eltern der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler, den begleitenden Lehrkräften, die Aufsicht führten und durch eine hervorragende Teamarbeit erneut eine zügige Korrektur gewährleisteten, sowie dem „Erfrischungsteam“.

Auch in diesem Jahr zeigten die Schülerinnen und Schülern wieder sehr gute Leistungen. Mit 37 von 40 möglichen Punkten erreichten Simon Erfurth, Nikolausschule Breberen, und Sönke Godemann, KGS Geilenkirchen, die höchste Punktezahl.

Sie sind als Sieger der zweiten Runde auch die neuen Kreismeister. Zudem haben sie sich damit schon für die dritte Runde qualifiziert, die als Landesrunde die Finalrunde des Wettbewerbs darstellt. Knapp dahinter teilten sich Ashley Arnold, Gemeinschaftsschule Wassenberg, Maya Beust, KGS Arsbeck, Theresia Möller-Jessen, Grundschulverbund Grebben-Schafhausen, sowie Maximilian Sadler, Mühlenbachschule Baal mit jeweils 35 Punkten den zweiten Platz.

Den dritten Platz belegten mit jeweils 34 Punkten Alina Appel, Erich-Kästner-Schule Wegberg, Lotte Cüppers, Nikolausschule Breberen, sowie Hailey Haas, Brunnenschule Kirchhoven. Auf den vierten Platz mit jeweils 33 Punkten kamen Luca Bohnen, Nikolausschule Breberen, Darian Hoelper, KGS Immendorf, und Lilli Ritterbecks von der KGS Haaren. Mattea Buschhüter, Marienschule Dremmen, landete auf dem fünften Platz mit 32 Punkten. Hannes Heuter, KGS Haaren, Mira Prinz und Alara Yüceer, beide von der Sonnenschein-schule Heinsberg, sowie Johanna Wagner, KGS Geilenkirchen, teilten sich mit jeweils 31 Punkten Platz sechs.

Knapp dahinter folgte mit 30,5 Punkten Leon Eckerscham von der KGS Straeten auf Platz sieben. Genauso spannend und eng ging es auf den folgenden Plätzen zu: Im dicht gestaffelten Mittelfeld wurden mit jeweils 30 Punkten auf Platz acht notiert: Alexander Kaliciak, KGS Geilenkirchen, Sophia Monni, Luise-Hensel-Schule Erkelenz, Max van de Port, KGS Haaren, und Rosa von den Driesch, Sonnenscheinschule Heinsberg.

Den neunten Platz mit 29,5 Punkten belegten gemeinsam Ferris Bohnen, Sonnenscheinschule Heinsberg, und Sarah Stelter, KGS Immendorf. Mit jeweils 29 Punkten waren auf Rang zehn platziert: Luca Garcia, KGS Myhl, Lennard Maaßen, Sonnenscheinschule Heinsberg, und Ida Reh,Westzipfelschule Selfkant.

Erst nach Abschluss und Auswertung aller Resultate in allen teilnehmenden Kreisen und Städten in Nordrhein-Westfalen ist bis Mitte März mit der Nominierung der Teilnehmer für die Schlussrunde auf Landesebene zu rechnen.

Für die Teilnehmer aus dem Kreis Heinsberg wird auch diese dritte und letzte Runde erneut an der Grundschule in Waldfeucht-Haaren ausgetragen.

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