Westzipfelschule gewinnt beim Wettbewerb „Spielen macht Schule“

Von: agsb
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Viele neue Spiele, die auch noch pädagogisch wertvoll sind, warten darauf, von den Schülern der Westzipfelschule ausgepackt und gespielt zu werden. Das Spielzubehör ist der Lohn für ein überzeugendes Konzept der Schulleitung beim Wettbewerb „Spielen macht Schule“. Foto: agsb

Saeffelen. Die Schüler und Schülerinnen der Westzipfelschule Selfkant mit den Standorten Schalbruch und Saeffelen sind sehr stolz auf ihr Lehrerteam. Die Schulleitung nahm nämlich erneut an dem Wettbewerb „Spielen macht Schule“ teil und zählte zu den Preisträgern.

Im Jahre 2007 wurde im Bundesland Hessen mit 172 Schulen ein Pilotprojekt gestartet, das spielerische Elemente im Schulbetrieb fördern sollte.

Weitere Bundesländer wurden vom Projekt überzeugt – und 2009 fiel der Startschuss für das Projekt in Nordrhein-Westfalen. Die Kultusministerien der jeweiligen Landesregierungen unterstützen die Idee sowie die deutsche Spiele-Industrie.

Die Schulen erstellen ein Konzept und stellen ihren spielerischen Schulalltag in der Bewerbung vor. Aus allen Einsendungen werden 200 Grundschulen ausgewählt. Schulleiterin Andrea Reh und das Team der Offenen Ganztagsschule (OGS) überzeugten die Fachjury mit ihrem Konzept und konnte sich einen Preis sichern. Und dieser Preis ließ die Kinderaugen strahlen. Denn die Spielezimmer in beiden Schulen werden mit pädagogisch geprüften Spielen ausgestattet.

Gleich nach dem Ende des Unterrichts sind die Spielezimmer ein Anlaufpunkt für die Schüler. Die Kinder können ihren Spieldrang voll entfalten, die Schule wird zunächst einmal verdrängt.

„Auch im Laufe des weiteren OGS-Tages, dessen Struktur durch Essen, Hausaufgabenzeit und AGs geprägt ist, fragen die Kinder immer wieder nach Spielangeboten“, erklärt Andrea Reh. Und dieser Spieltrieb soll gefördert werden. Denn Spielen regt wichtige Lernprozesse an, die Kinder auf die Anforderungen in Schule und Alltag vorbereiten.

Im Spielezimmer sieht die Schulleitung auch in Sachen Inklusion und Integration einen weiteren wichtigen Aspekt. Sprachbarrieren, körperliche, geistige und kulturelle Unterschiede spielen beim gemeinsamen Spielen keine Rolle – die Kinder leben den Erwachsenen hier einiges vor und überwinden problemlos Grenzen.

Wobei die Westzipfelschule das Spielen nicht nur auf das Spielezimmer beschränkt. Eine Spielelandschaft ist der ganze Stolz der Schule und auch der Schüler. Dank großer Unterstützung der Elternschaft wurde der Schulhof neu gestaltet, er ist ein weiterer Bewegungsraum der Schulkinder. Bänke und Tische in einer Umgebung von Bäumen und Blumen laden nicht nur zum Verweilen ein. Transportable Sonnenschirme sorgen für den nötigen Schatten. Auf dem Hof wurden von den Kindern kürzlich Spielfelder wie Mensch-ärgere-dich-nicht, Twister und verschiedene Hüpfspiele aufgemalt, die gerade besonders beliebt sind.

Angrenzend an die Terrasse in Saeffelen wurde von Eltern und Lehrpersonal mit viel Liebe zum Detail ein alter Bauwagen als Spielmobil umgestaltet – ein ebenso wertvolles wie beachtliches Engagement.

Das Spielen wird an der Schule auch als Erziehungsmaßnahme nicht unterschätzt: Hat ein Schüler nicht aufgeräumt, ist er nicht sorgfältig mit den Spielen umgegangen oder hat er die Materialien vernachlässigt, so darf das Lieblingsspiel beim nächsten Spielen nicht genutzt werden. Im wöchentlichen Wechsel werden zwei Kinder bestimmt, die als Spielzeugkontrolleure auf einen sorgsamen Umgang mit den Spielsachen achten.

Ein Spielenachmittag in der OGS gehört schon seit einigen Jahren zur Tradition der Westzipfelschule. Hierzu werden abwechselnd Eltern oder Großeltern eingeladen, die bei Kaffee und Kuchen nach Herzenslust mit den Kindern spielen können. „Dabei sind schon einige Freundschaften entstanden und Kontakte geknüpft worden. Nicht nur den Kleinen fällt es beim Spiel leichter, einander näherzukommen, auch bei den Großen wird so viel schneller eine Distanz überbrückt.“ Für die Schulleitung ist das eine prima Sache.

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