Kreis Heinsberg - Westblicke denkt an Menschen mit Behinderung

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Westblicke denkt an Menschen mit Behinderung

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Westblicke denkt an Menschen mit und ohne Behinderung: Die Gästeführerinnen Brigitte Geradts-Wimmers und Therese Wasch - im Bild mit Gemeindesozialarbeiterin Bärbel Windelen (v. l. n. r.) - setzen sich für Inklusion bei ihren Angeboten ein.

Kreis Heinsberg. „Die Kommunikation zwischen Behinderten und Nicht-Behinderten läuft noch lange nicht ohne Vorbehalte und Ängste”, stellt Bärbel Windelen, Gemeindesozialarbeiterin des Caritasverbandes für die Region Heinsberg, fest.

Sie weiß, dass viele kleine Schritte notwendig sind, um den Gedanken der Inklusion, dem gleichberechtigten Zusammenleben aller Menschen, immer selbstverständlicher werden zu lassen und im Alltag und der Gesellschaft zu integrieren.

Einen ersten und wichtigen Schritt hat sie gemeinsam mit den Gästeführerinnen in der Freizeit-Region Heinsberg getan. Sie haben sich entschlossen, dass bei den Führungen zukünftig die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen noch stärker berücksichtigt und gekennzeichnet werden soll. So haben die Gästeführerinnen vom Verein Westblicke ihr umfangreiches Programm um 15 Führungen für Menschen mit und ohne Behinderung ergänzt.

Zum Hintergrund erklärte Bärbel Windelen in der Geschäftsstelle des Caritasverbandes, dass das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung, trotz des im Grundgesetz verankerten Verbotes der Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen und dem im Sozialgesetzbuch verankerten Recht auf Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben, immer noch distanziert und verkrampft sei. Deshalb unterstütze der Caritasverband die Caritas-Kampagne 2011 „Kein Mensch ist perfekt”.

Der Verband möchte das Bewusstsein in die Öffentlichkeit tragen, Inklusion zu ermöglichen, damit jeder Teil des Ganzen werde, ob behindert oder nicht, ob schwarz oder weiß, ob jung oder alt. Die Frage, die sich stelle, sei, wie diese Teilhabe umgesetzt werden könne. Deshalb sei sie mit den Gästeführerinnen übereingekommen, modifizierte Angebote für Menschen mit Behinderungen zu erarbeiten und in ihr Programm aufzunehmen. „Frau Windelen kam im letzten Jahr zu unserem Stammtisch”, erzählen die Gästeführerinnen Brigitte Geradts-Wimmers und Therese Wasch stellvertretend für ihre weiteren acht Kolleginnen.

In den fünf Jahren, die der Verein nun bestehe, hätten die Gästeführerinnen reichlich Erfahrung mit rund 1000 Führungen und über 20.000 Teilnehmern sammeln können. Auch der Umgang mit behinderten Menschen sei ihnen nicht fremd, so Geradts-Wimmers. Deshalb hätten sie die Idee von Bärbel Windelen im Sinne von Inklusion sofort aufgegriffen. Das in Eigeninitiative erarbeitete Programm bietet nun auch 15 Führungen für Menschen mit und ohne Behinderung an.

Die erste Führung sei am 14. August rund um den Lago Laprello in Heinsberg. Dabei bestehe das Angebot zur Einkehr oder zu einer Bootstour, die auch für Rollstuhlfahrer geeignet sei, wie Therese Wasch betont.

Eine weitere offene und rollstuhlgerechte Führung mit dem Titel „Wassenberg im Mittelalter” findet am 13. August und 11. Dezember statt. Daneben gibt es noch drei offene Führungen für Menschen mit Behinderungen, die im Gehen nicht beeinträchtigt sind. Sie finden am 28. August sowie am 3. und 4. September statt. Hinzu kommen noch zehn buchbare Führungen für Menschen mit und ohne Behinderungen, die sich an Gruppen und Einrichtungen wenden und auf deren Bedürfnisse abgestimmt werden. Die Angebote können telefonisch angefragt werden.

„Uns ist es wichtig, dass die Menschen mit einer Beeinträchtigung das persönliche Gespräch am Telefon mit uns suchen, um abzuklären, ob die entsprechende Tour individuell in Frage kommt. Wir machen vieles möglich”, so Brigitte Geradts-Wimmers.

Weitere Informationen zu den Führungen auch für Menschen mit Behinderungen gibt es unter Telefon 02451/66282. Ansprechpartnerin ist Berti Davids-Heinrichs, die Vorsitzende des Vereins West­blicke.
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