Weltspartag: „Keine Alternative zur Eigenvorsorge“

Von: disch
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Macht Sparen noch Sinn? Diese Frage stellt sich in Zeiten von ­Niedrigzinsen nicht nur zum ­Weltspartag. Foto: Stock / Ohde

Kreis Heinsberg. Die Bedeutung von Finanzbildung gerade auch in Zeiten niedriger Zinsen hat der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Heinsberg, Thomas Pennartz, bei einem Pressegespräch im Vorfeld des Weltspartages betont. Der Weltspartag steht am kommenden Freitag, 30. Oktober, im Kalender. Auf die Frage, ob Sparen in Zeiten von Niedrigzinsen noch Sinn mache, lautete seine Antwort: „Wir glauben: Ja!“

Pennartz erinnerte an den Tweet einer Schülerin, der eine große Bildungsdebatte ausgelöst habe: „Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann ‘ne Gedichtsanalyse schreiben. In vier Sprachen.“

Damit habe sie es in zahlreiche Medien, teilweise bis auf die Titelseiten, geschafft. „Das zeigt, dass es in der Gesellschaft ­einen breiten Bedarf an Finanzbildung gibt“, so Pennartz. Die Berater der Kreissparkasse würden es täglich erleben, dass die Bildung in diesem Bereich wenig ausgeprägt sei. Die Sparkassen in Deutschland würden seit vielen Jahren für mehr Finanzbildung eintreten.

Pennartz erklärte, dass insbesondere im Umfeld niedriger Zinsen die Bedeutung von Finanzbildung kontinuierlich zunehme. „Einfach gesagt: Schuldner werden belohnt, Sparer benachteiligt. Junge Menschen wachsen so in ­einer Gesellschaft heran, in der Sparen – also Eigenvorsorge durch Verzicht auf sofortigen Konsum – nicht mehr durch Zinsen belohnt wird“, so der Sparkassendirektor. „Besorgniserregend ist, dass in der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen die Hälfte keine Rücklagen für das Alter bildet.“

Der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse führte weiter aus, dass dadurch schnell das falsche Bild entstehe, dass Verschuldung angesichts niedriger Zinsen leicht tragbar sei. Doch davon sollte sich niemand blenden lassen, denn Schulden müssten auch bei niedrigen Zinsen zurückbezahlt werden.

Daher lautete die Botschaft von Thomas Pennartz: „Trotz niedriger Zinsen gibt es keine Alternative zur Eigenvorsorge, denn der demografische Wandel und die möglichen Lebensrisiken verlangen dies.“ Da müsse die Finanzbildung ansetzen und die jungen Menschen vom Wert des Sparens überzeugen. Dazu biete der Weltspartag einen guten Anlass.

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