Weltrekord: Ein Bild aus 192.000 kleinen Flächen

Von: hewi
Letzte Aktualisierung:
weg-kästner1-bu
Ein Riesenbild in der Erich-Kästner-Grundschule Wegberg. Foto: Koenigs

Wegberg. Die Schüler der Erich-Kästner-Schule erschufen kurz vor den Sommerferien gemeinsam mit dem Künstler Manuel Franken ein riesiges Kunstwerk: Das gemeinsame Bild, das aus insgesamt 540 bespannten Leinwänden im Format 30 mal 30 Zentimetern besteht, hat eine Gesamtfläche von 48 Quadratmetern. Das ist Weltrekord!

Die Leinwände sind in kleine Quadrate unterteilt, die mit Farbe ausgemalt wurden. Aus den insgesamt 192.000 kleinen Flächen entsteht etwas, das man auf den ersten Blick nicht sehen kann. Denn was das Bild letztendlich darstellen wird, zeigt sich erst, wenn Franken die farbigen Flächen neu zusammensetzt.

„Mir schwebt ein lebensfrohes Bild vor, das an Urlaub, Strand und Sonne erinnert”, erklärt er, als die vielen Einzelleinwände auf der Wiese neben der Schule präsentiert werden. Alle Schüler der Erich-Kästner-Schule, rund 540 an der Zahl, waren einen Vormittag lang im Einsatz, um ihren Beitrag zu dem Rekordbild zu leisten, das sicherlich in das Guiness-Buch der Rekorde aufgenommen werden könnte.

Darauf habe man aber bewusst verzichtet, erklärt der Organisator Ralf Dömkes, dessen Sohn auch die Erich-Kästner-Schule besucht. Er kennt den aus Münster stammenden Künstler beruflich, und so entstand die Idee. Rund drei Monate wurde im Vorfeld geplant und mit den Sponsoren verhandelt, denn Leinwand und Farbe in diesen Mengen kosten Einiges.

Schön zu sehen war auch, dass über 500 Schüler mit nur einem Lehrer in Gruppen konzentriert zusammen gearbeitet haben”, sagt Dömkes. Auch Schulleiterin Renate Eidems ist begeistert. „Die Schüler gingen selbstbewusst ans Werk, denn man konnte ja nichts falsch machen”, sagt sie.

Auch wenn derzeit noch niemand weiß, wie das Bild aussehen wird, das Franken den Schülern nach den Sommerferien präsentiert, ist eines sicher: An einem Stück kann es aufgrund seiner Grundfläche von 48 Quadratmetern nicht aufgehängt werden. Also entstehen zwei Bilder, die mit 25 und 23 Quadratmetern immer noch eher zu den Großformaten gehören. Aufgehängt werden sie in der Schulaula.

Manuel Franken hat sich das Verfahren, das er „Quadrotologo” nennt, patentieren lassen. Es findet neben der Jugendarbeit auch in der beruflichen Fortbildung oder in der Arbeit mit Behinderten oder älteren Menschen Einsatz. Den Einsatz in Wegberg lässt sich der Künstler und Dozent übrigens nicht bezahlen.

„Ich bin selber gespannt, was am Ende dabei herauskommen wird”, gesteht er angesichts der Masse an bunten Bildteilen, die sich vor ihm auf dem Rasen ausbreiteten. Zum Beginn des kommenden Schuljahres werden wir es wissen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert