Erkelenz-Schwanenberg - Weltliteratur auf der Dorfbühne Schwanenberg: „Romeo und Julia”

Weltliteratur auf der Dorfbühne Schwanenberg: „Romeo und Julia”

Von: red
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Erkelenz-Schwanenberg. Sie haben sich viel vorgenommen und hart dafür gearbeitet. Länger als ein Jahr proben die ehemaligen Konfirmanden der evangelischen Kirchengemeinde Schwanenberg (Jahrgänge 2010 und 2011), zu denen sich auch einige katholische Firmlinge gesellt haben, jeden Dienstag um 17.30 Uhr für die Aufführung einer der berühmtesten Liebesgeschichten der Weltliteratur: William Shakespeares „Romeo und Julia.”

Das Theaterprojekt hat in Schwanenberg schon lange Tradition und ist Event und Bildungsprojekt für die ganze Gemeinde. Ein bewährtes Schwanenberger Team hinter der Bühne kümmert sich um Plakate, Ton, Licht, Bühnenkonzept, Bühnenaufbau, Requisiten, Beamerpräsentation, Choreographie und Tanz, Schminken und Kostüme. Hier werden auch die Eltern der Konfirmanden eingebunden.

Nun gehen die Vorbereitungen in die heiße Phase. „Es kommen die zwei schönsten Wochen im Jahr”, freut sich Regisseur Pfarrer Robin Banerjee. Alle Texte sitzen, die Schauspieler können aus tiefem Schlaf geweckt werden und den Text abrufen. „Naja, vielleicht erst mal gähnen - aber dann legen wir gleich los”, so einer der 23 Akteure. Jeder musste gleich zwei Rollen lernen, denn die Aufführungen finden in zwei unterschiedlichen Besetzungen statt. Scheinbar mühelos bringen die engagierten Jugendlichen ihre Spielfreude auf die Bühne. Selbst bei den Proben - noch in Jeans und T-Shirt - entführen sie den Zuschauer überzeugend in die dramatischen Ereignisse um die verfeindeten Familien, in blutige Degenkämpfe und in kalte Familiengruften.

Natürlich gibt es auch in der diesjährigen Inszenierung Besonderheiten, die es so nur in Schwanenberg gibt. Einen Kameramann und einen Reporter, sieben Tanzszenen, ein verblüffender Bühnenaufbau und der Versuch bestimmte Szenen live als Großaufnahme auf eine zum Bühnenbild gehörende Leinwand zu bringen.

Rund 8000 Euro wurden in das Projekt investiert, eine Spende von 1000 Euro kam von der Volksbank Erkelenz. „Den Rest müssen wir einspielen”, so Banerjee. Inzwischen wird mehrmals wöchentlich geprobt und die Schauspieler hoffen, zwei Tage von den Schulleitern freigestellt zu werden, um einmal einen ganzen Tag von 7.30 bis 16 Uhr proben zu können und am Tag der Premiere nicht aus der Schule in die Mehrzweckhalle hetzen zu müssen.

„Diese Freistellung ist aus theologisch-sozial-ethischer Sicht durchaus zu vertreten”, macht Banerjee sich für seine Truppe stark. Der größte Wunsch der jungen Schauspieler ist indes nicht die Freistellung, sondern „dass ganz viele Zuschauer kommen”. Sechs Aufführungen finden in der Mehrzweckhalle Schwanenberg statt.

Am Freitag, 14. September (Premiere), am Samstag 15. September, Sonntag 16. September und Montag 17. September jeweils um 19.30 Uhr, am Samstag und Sonntag jeweils auch eine Aufführung um 15 Uhr.

Karten (Erwachsene sechs Euro, Jugendliche vier Euro) sind im Gemeindebüro erhältlich oder können dort telefonisch (02431/2211) bestellt und an der Abendkasse hinterlegt werden.
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