Weiterhin kein Konsens im Haarener Feld

Von: sev
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Waldfeucht. Die Erweiterung des Gewerbegebietes in Waldfeucht-Haaren und das angestrebte Baugebiet „Haarener Feld” waren die zeitintensivsten Punkte auf der Tagesordnung des Bau- und Planungsausschusses in Waldfeucht.

Zunächst stellte Renate Schatral vom Planungsbüro Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen GmbH aus Köln das erste Konzept zur Erweiterung des Gewerbegebiets in Haaren mit dem geplanten Anschluss an das bestehende Gewerbegebiet „Am Entenpfuhl” vor. Das anstrebte Gewerbegebiet wird circa 11,2 Hektar groß werden, in der 8,8 Hektar Bauflächen ausgewiesen werden und die restlichen 2,4 Hektar für die Grünflächengestaltung zur Verfügung stehen.

„Da die Nähe zum Baugebiet gegeben ist, werden keine störende Betriebe zugelassen werden”, referierte Schatral. Da schon ein Gutachten der geplanten Trasse EK 5 vorliege, bestünden keine weiteren Bedenken bezüglich Artenschutz und Landschaftsplanung.

Mit Anbindung an die geplante EK 5 war sich der Ausschuss einig, dass dies der ideale Standort für das Gewerbegebiet sei. „2013 kann voraussichtlich gebaut werden”, ließ Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen noch wissen.

In der jüngsten Vergangenheit konnte, sowohl was den Aufstellungsbeschluss des Aufhebungsverfahrens zum Bebauungsplan Nr. 33 „Im Haarener Feld” anbetrifft als auch für die beiden zwei möglichen neuen Baupläne für den Bereich „Haarener Feld Ost” und „Haarener Feld West” kein gemeinsamer Konsens gefunden werden. Deshalb stand den Gemeindevertetern jetzt der beauftragte gemeindliche Rechtsanwalt Reinhard Schmitz Rede und Antwort. Dabei stellten die Ratsvertreter Fragen zur Klage bezüglich des Aufhebungsverfahrens, zu Entschädigungsansprüchen und zum möglichen Heilungsverfahren, die der Jurist sehr ausführlich beantwortete. Trotzdem konnte er die Ausschussmitglieder nicht vollends überzeugen.

Denn bei der anschließenden Abstimmung zum Aufstellungsbeschluss und der frühzeitigen Unterrichtung der Öffentlichkeit „Im Haarener Feld Ost” und „Im Haarener Feld West” wurde nur mit einer knappen Mehrheit zugestimmt. Einige Mitglieder bevorzugen die sichere Variante und möchten die Klagefrist von einem Jahr gegen das Aufhebungsverfahren abwarten. Erst dann wollten sie die Baugebiete im Osten wie im Westen des Haarener Feldes weiter forcieren.
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