Weitere Bahnstrecken auf der Wunschliste von Pro Bahn

Von: agsb
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Zukunftsvision: So könnte das Schienennetz in der Region nach den bei der Regionalkonferenz der Freien Wähler präsentierten Vorstellungen des Fahrgastverbandes Pro Bahn einmal aussehen. Foto: Pro Bahn

Kreis Heinsberg. Die Bahnhofstube in Lindern erlebte eine nicht alltägliche Veranstaltung. Statt in einem Versammlungsraum fand bei laufendem Gaststättenbetrieb eine Regionalkonferenz der Freien Wähler zu aktuellen Themen der Verkehrspolitik statt. Walter Leo Schreinemacher, Kreisvorsitzender und stellvertretender Landesvorsitzender der FW, durfte zahlreiche interessierte Gäste begrüßen.

Und er hieß auch Franz Troschke (Kreistag Euskirchen, Fraktionsmitglied im Zweckverband Region Aachen, Beisitzer im Landesvorstand), Heinz Schaaf (Kreistag Düren), Gerd Müller (Stadtrat Zülpich), Manfred Waltermann (Stadtrat Eschweiler), Joachim Orth (Kreistag Rheinisch-Bergischer Kreis), Michael Hintzen (Stadtrat Linnich), Rüdiger Bornhold (Stadtrat Wermelskirchen, Regionalrat Köln) und als Referenten Hans-Joachim Sistenich vom Aachener Verkehrsverbund (AVV) und vom Nahverkehr Rheinland (NVR) sowie Stefan Houbertz, den Vorsitzenden vom Pro-Bahn-Regionalverband Euregio Aachen willkommen.

„Mit dieser Regionalkonferenz wollen wir die Bürger direkt ansprechen und mit in die Problematik einbinden“, so Schreinemacher zu dieser Veranstaltung mit brandheißen Schienenthemen. So stand die vor der Reaktivierung stehende Bahnstrecke Heinsberg – Lindern mit im Mittelpunkt.

Da sprach Sistenich von einem Glücksfall, dass seinerzeit das Schienennetz nicht zurückgebaut worden sei und daher eine Reaktivierung schneller als geplant habe durchgeführt werden können. Bekanntlich soll die Strecke im Juni in Betrieb gehen. Sistenich sah durch die Zuganbindung nach Aachen auch für Studenten eine Lösung, zumal der Wohnungsmarkt in der Kaiserstadt nicht viele Chancen besonders für sie biete.

Auch Richtung Mönchengladbach / Düsseldorf wurde von Expertenseite durch die Bahn eine Entlastung für die Straße erkannt. In den Vorträgen wurde verdeutlicht, dass sich das Verkehrsaufkommen in den nächsten Jahren drastisch erhöhen werde.

Ebenfalls ein Thema war eine mögliche Verlängerung der Rurtalbahn (von Düren) bis über Linnich, dem derzeitigen Endpunkt, bis Baal und weiter nach Ratheim. In diesem Zusammenhang zeigte Stefan Houbertz vom Fahrgastverband Pro Bahn eine weitere Variante auf, die das Rheinland noch enger verschweißen könne: eine direkte Verbindung von Erkelenz nach Jüchen und von dort aus dann auf die Kölner Strecke.

Der Wiederaufbau der Verbindung von Linnich nach Baal und bis Ratheim wurde von den Experten befürwortet, würden doch dadurch auch ein Anschluss an das Dürener Land und eine überregionale Verknüpfung erreicht.

Die Fraktion der Freien Wähler im Heinsberger Kreistag will sich in den kommenden Wochen mit den Wählergemeinschaften des Nachbarkreises Düren und Stadt Linnich abstimmen, um ein gemeinsames Vorgehen zu besprechen.

Ein weiteres Thema bei dieser FW-Konferenz war die Strecke ­Aachen – Köln. Ein dreigleisiger Ausbau könnte sie entlasten. Allein 270 Güterzüge pro Tag würden dort registriert.

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