Weiterbildungsverbund gegründet: Nachwuchs für Praxen gewinnen

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Bernd Zimmer, Vizepräsident der Ärztekammer Nordrhein (4. v. r.), und Karl-Dieter Menzel, Leiter der Weiterbildungsabteilung der Ärztekammer Nordrhein (ganz links), freuten sich, mit den Teilnehmern des Weiterbildungsverbundes Kreis Heinsberg den 50. Hausärztlichen Weiterbildungsverbund in Nordrhein aus der Taufe zu heben. Foto: Jürgen Brenn/ÄkNo

Kreis Heinsberg. Mit der feierlichen Urkundenübergabe wurde nun der nordrheinweit 50. Hausärztliche Weiterbildungsverbund – in diesem Fall im Kreis Heinsberg – aus der Taufe gehoben. Damit kooperieren in den 50 Weiterbildungsverbünden insgesamt 108 Krankenhäuser mit weit mehr als 400 niedergelassenen Hausärzten für den Nachwuchs an Allgemeinmedizinern.

Mit der Gründung des Weiterbildungsverbundes Kreis Heinsberg verschwindet nach Angaben der Ärztekammer auf der Landkarte von Nordrhein der letzte weiße Fleck, der ohne hausärztlichen Weiterbildungsverbund war. In sämtlichen Kreisen der Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf stehen nun ein oder mehrere Verbünde für die Weiterbildung von jungen Ärztinnen und Ärzten zu Allgemeinmedizinern zur Verfügung.

Urkundenübergabe in Düsseldorf

„Ich bin hocherfreut, dass es mit der Gründung des neuen Weiterbildungsverbundes gelungen ist, die Vorteile der Verbundweiter­bildung jungen Ärztinnen und Ärzte in ganz Nordrhein flächendeckend anbieten zu können“, erklärte der ­Vizepräsident der ­Ärztekammer Nordrhein, Bernd Zimmer, bei der Urkundenübergabe in der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Auch im Kreis Heinsberg ist nach Angaben der Ärztekammer in den kommenden Jahren ein Rückgang der Zahl niedergelassener Allgemeinmediziner zu erwarten. Bereits heute sei es für Hausärzte häufig schwierig, geeigneten Nachwuchs für ihre Praxis zu finden.Um dieser Entwicklung adäquat zu begegnen, haben drei Krankenhäuser in Zusammenarbeit mit Hausärztinnen und Hausärzten und unterstützt durch die Ärztekammer Nordrhein den Weiterbildungsverbund Allgemeinmedizin Kreis Heinsberg gegründet.

Vorteile des Konzepts

Vorteile des Konzepts sind nach Darstellung der Kammer ein gemeinsames Curriculum, eine gesicherte Vergütung über die gesamten fünf Jahre der Weiterbildung und eine individuelle Betreuung. Während ihrer Facharztweiterbildung absolvieren die Kandidaten in der Regel drei Jahre in der Klinik und zwei Jahre bei Hausärzten in der Niederlassung. So sollen die Ärzte in Weiterbildung die Anforderungen an den Beruf des Allgemeinmediziners sowie die lokalen Strukturen umfassend kennen­lernen, ohne sich neu bewerben oder den Wohnort wechseln zu müssen.

Übersicht im Internet

Eine Übersicht über die an diesem Weiterbildungsverbund im Kreis Heinsberg teilnehmenden Kli­niken und Praxen ist im ­Internet zu finden unter www.aekno.de/verbundweiterbildung/Heinsberg. Eine Liste aller 50 Weiterbildungsverbünde ist ebenfalls im Internet zu finden unter www.aekno.de/verbundweiterbildung.

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