Hückelhoven - Weihnachtsparade: Ein bisschen wie Karneval

Weihnachtsparade: Ein bisschen wie Karneval

Von: Pia Wilbrand
Letzte Aktualisierung:
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Die erstmals in Hückelhoven stattfindende Weihnachtsparade zu Beginn der Eröffnung des diesjährigen Weihnachtsmarktes entwickelte sich zu einem großartigen Ereignis. Die „krasse Herde” aus Kleingladbach widmete sich vor allen den Nikoläusen und Engelchen. Foto: Koenigs

Hückelhoven. Die Parkhofstraße hat sich in ein weihnachtliches Winterwunderland verwandelt. Die Bäume am Straßenrand sind hübsch mit Lichterketten geschmückt, die Dächer zu diesem Zeitpunkt noch mit Schnee bedeckt und auf dem Rathausplatz steht eine kleine Holzhüttenidylle, im Hintergrund dudeln passend zur Stimmung die Musikklassiker der Adventszeit.

Auch der Tannenbaum ist wieder hell erleuchtet und mit großen Geschenken bunt geschmückt. Alles sehr besinnlich, könnte man meinen, doch in diesem Jahr hat das Stadtmarketing einen pompösen Auftakt für den Weihnachtsmarkt geplant. Menschenmassen haben sich entlang der Parkhofstraße postiert, um die große Weihnachtsparade zu sehen.

Mit Ungeduld, Vorfreude und Spannung erwarten die Kinder den Umzug. „Ich glaub, ich hab schon Glocken gehört!”, macht eines seiner Schwester Mut, die es gar nicht mehr erwarten kann. „Mama, können wir hier nachher den Nikolaus sehen?”, spekuliert ein anderes. Die Eltern vertreiben sich die Wartezeit mit Glühwein gegen die Kälte. Und dann hört man plötzlich „Wonderful Dream” von Melanie Thornton aus einem Lautsprecher herüberwehen - und die erste Fußgruppe der Weihnachtsparade kommt die Straße hochgeschritten.

Die Kameradschaft Altmyhl stellt die berühmte Krippenszene aus der Bibel dar. Maria, Josef, die Hirten, Engel und die drei Weisen aus dem Morgenland sind dabei. „Mit der Weihnachtsparade wollten wir vom Stadtmarketing mal was ganz Neues und Originelles ausprobieren.”, sagte Anke Römer, Prokuristin der Stadtmarketing Hückelhoven im Vorfeld. Sie war selber ganz aufgeregt und freute sich auf die Parade.

Eine Überraschung gab es auch noch für die Kinder, die mit glänzenden Augen und roten Nasen das Event verfolgten: „Guck mal, Mama! Die verteilen Süßigkeiten! Das ist ein bisschen wie Karneval vor Nikolaus.” Das Prinzip ist tatsächlich das gleiche: 15 Fußgruppen und fünf Festwagen, also insgesamt etwa 450 Beteiligte, zogen von der Parkhofstraße, Ecke Jülicherstraße hoch in die Sophiastraße. Von dort ging es weiter auf einer Nebenstraße in die Mokwastraße, wo sich der ganze Umzug drehte und sich schließlich auf dem Weihnachtsmarkt auflöste.

„Uns war es aber wichtig, dass sich die Parade von einem Karnevalsumzug unterscheidet”, erklärte Anke Römer. Vorgeschrieben war, dass weihnachtliche Musik gespielt wurde und auch die Kostüme dem Thema entsprechend gewählt wurden. Die Gruppen waren bei der Wahl ihrer Verkleidungen sehr einfallsreich. Zwar sah man oft die obligatorischen Nikoläuse und Engel, doch bot sich den Zuschauern eine unglaubliche Vielfalt an unterschiedlichen Kostümideen. Ein Anreiz bot sicherlich die Aussicht auf 250 Euro für die beste Fußgruppe und den originellsten Wagen, den im Anschluss eine Jury, die das ganze Geschehen von der Bühne verfolgte, kürte. Gewonnen haben schließlich die Wagenbauer von Brachelen-Südend und die Fußgruppen der Baaler Bürgerbühne sowie des Kindergartens Traumland.

Die Kinder und Eltern des Wald- und Naturkindergartens waren als Tannenbäume verkleidet, die Mitglieder des Fördervereins Schacht 3 kamen als wichtelähnliche Berggeister mit Grubenlaternen in den Händen und einem beleuchteten Modell des Förderturms auf dem Handkarren. Ansonsten zogen Eskimos, Schneemänner, Kerzen und Feen an der staunenden Zuschauermenge vorbei. Die Sternsinger kamen sogar mit einem echten Pony und erinnerten an ihren Besuch, der dieses Jahr am 9. Januar stattfinden wird.

Insgesamt war auch die Musik weihnachtlich und bot die ganze Bandbreite an Stücken, die in die besinnliche und festliche Zeit einstimmen. „Last Christmas” vom Band oder „Tochter Zion”, gespielt vom Musikverein, sind nur zwei Beispiele. Auffällig war, dass viele Zuschauer fotografierten. Grund dafür war der von der Stadt ausgerufene Fotowettbewerb. „Die schönsten Fotos der Weihnachtsparade werden prämiert”, war von der Bühne auf dem Rathausplatz zu vernehmen.

Den Abschluss der Parade bildete der Wagen des Nikolaus und die Zuschauer staunten nicht schlecht: Zwei echte Rentiere zogen den Wagen an ihnen vorbei.

Nach der Parade wurde in Hückelhoven weitergefeiert. Die Buden auf dem Weihnachtsmarkt hatten alle geöffnet und auf der Bühne gab es ein Konzert der Bigband „Jazzlife” der Kreismusikschule Heinsberg.
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