Wege gemeinsam gehen und niemanden ausgrenzen

Von: Willi Dahmen
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In einem festlichen Gottesdien
In einem festlichen Gottesdienst in Baal führte Superintendent Jens Sannig (links) Pfarrer Sven Dreiser (4. von links) im Kreis seiner Kolleginnen und Kollegen aus dem Kirchenkreis Jülich und Amtskollegen der katholischen Gemeinden in die Kirchengemeinde Baal-Lövenich ein. Foto: Dahmen

Hückelhoven-Baal. Für die evangelische Kirchengemeinde Lövenich ist am Sonntag die lange Vakanz der Pfarrstelle zu Ende gegangen: Nach acht Monaten hat das Presbyterium Pfarrer Sven Dreiser (47) zur Wiederbesetzung der Pfarrstelle gewählt.

Neun Jahre hatte die Vorgängerin Pfarrerin Antje Lizier hier ihren Dienst versehen und verließ Lövenich im Oktober 2011, um eine neue Kirchengemeinde zu übernehmen. Danach suchte das Presbyterium lange nach einem Nachfolger und fand in Sven Dreiser den gewünschten Seelsorger.

Abschied und Neuanfang

Die Kirchengemeinde Baal-Lövenich, zu der die Ortschaften Holzweiler, Hetzerath, Granterath, Katzem, Kleinbouslar, Gevelsdorf, Ralshoven und Hottorf gehören, begrüßten Pfarrer Dreiser zur Einführung mit einem Festgottesdienst in der Baaler Kirche. In seinem Grußwort pendelte Sven Dreiser zwischen Abschied und Neuanfang. „Sie haben mir ein großes Geschenk gemacht, da Sie mich als Pfarrer und Mensch offen aufgenommen und herzlich willkommen geheißen haben”, sagte er. Dabei richtete er den Blick nach vorne und appellierte an die Gemeinde, Wege gemeinsam mit ihm zu gehen, sich für andere einzusetzen und niemanden auszugrenzen. Bei der Gemeinde und dem Pfarrer war die Aufbruchsstimmung deutlich spürbar: das Bestreben, auf der einen Seite an Bewährtem festzuhalten, aber auf der anderen Seite alte Denkgewohnheiten loszulassen. Aus alten Lebensmustern rauszugehen und Entscheidungen zu überdenken, sei der gemeinsame Weg. Pfarrer Dreiser wünscht sich Offenheit und Vertrauen bei der Zusammenarbeit mit der Gemeinde, um auf die Spuren von Jesus aufzubrechen. Vor Veränderungen, die ein Zeichen der Zeit seien, brauche sich niemand fürchten.

Karsten Münter vom Presbyterium erfüllte einen geheimen Wunsch von Pfarrer Dreiser und überreichte einen Ohrensessel, in dem er sogleich Platz nahm.

Der Superintendent und viele Amtskollegen aus dem Kirchenkreis Jülich sowie Vertreter der katholischen Kirche feierten den Einführungsgottesdienst in der überfüllten Kirche. Den festlichen Rahmen gestalteten der Gospel-Projektchor unter Leitung von Anette Latour, Stefan Bimmermann am Klavier und der Posaunenchor Linnich unter Leitung von Christel Stenzel. Die Tische im Innenhof und in den angrenzenden Räumlichkeiten waren mit Blumen dekoriert. Dazu luden Kaffee und Kuchen zum Verweilen und Gesprächen ein.

Ein herzliches Willkommen sprachen abschließend auch die stellvertretende Bürgermeisterin Andrea Axer für die Stadt Hückelhoven und die Vizebürgermeisterin Christel Honold-Ziegahn für die Stadt Erkelenz in ihren Festreden aus und wünschten einen hoffnungsvollen Neubeginn.

„Felsenfest undwandelweise”

Pfarrer Sven Dreiserstudierte in Bethel und Bonn. Acht Jahre war er Pfarrer in Cochem an der Mosel. Zwei Jahre im Kirchenamt der EKD in Hannover. Seit 2001 unterrichtete er am Berufskolleg in Koblenz. An Projekte wirkte er zuletzt auf der Bundesgartenschau mit und leitete das ökumenische Projekt der Kirche auf der Bundesgartenschau unter dem Leitwort: „Felsenfest und wandelweise”.
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