Wegberg: Schulentwicklungsplan verschoben

Von: hewi
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Wegberg. Für die letzte Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur, Soziales und Sport hatte die Verwaltung einen Entwurf für einen Schulentwicklungsplan angekündigt.

Dem konnte sie nicht nachkommen, da sich derzeit auf Landesebene die Pläne im Bereich des Schulwesens noch im Gesetzgebungsverfahren befänden und „gravierende Umwälzungen in diesem Bereich” vorsähen, wie es in der entsprechenden Sitzungsvorlage hieß. Es sei derzeit nicht möglich, ein „zukunftssicheres Konzept” zu entwickeln.

Trotzdem wurden vorab zwei wesentliche Änderungen vorgestellt. Die erste betrifft die Änderung der Klassenrichtzahlen. Danach ist beabsichtigt, die Untergrenze für die Bildung von Klassen im Primarbereich ab 2013/2014 auf 15 Schüler festzulegen. Dies würde bedeuten, dass einige Schulen länger als geplant als Standorte bestehen bleiben können. Konkret trifft dies die Grundschule Merbeck. Bis 2016/2017 soll sie als Teilstandort der Grundschule Arsbeck erhalten bleiben.

Die noch zum Jahresende favorisierte „Formel 7 zu 4”, nach der in Wegberg nur noch vier Grundschulen bestehen bleiben sollten, sei kein Dogma, betonte Bürgermeister Reinhold Pillich. Die Schule müsse so lange es geht „im Dorf behalten werden”, erklärte er. Anders sieht dies für die Klinkumer Grundschule aus, die auch mittelfristig nicht genügend Anmeldungen aufweisen wird, die die Bildung einer Klasse und den Erhalt der Schule rechtfertigen würden. Darüber hinaus sei das Gebäude in Klinkum im Gegensatz zu dem Merbecker Schulgebäude zu alt und nicht so gut ausgestattet, dass sich ein Erhalt lohnen würde.

Eine weitere Konsequenz der gesenkten Mindestschülerzahl für die Bildung eines Klassenverbandes ist, dass der Schulträger das Thema ganzheitlich betrachten müsse. So müssen an anderen Standorten Ausgleiche geschaffen werden, wenn an bestimmten Standorten Klassen mit 15 Schülern an den Start gehen.

Dies würde vor allem die Erich-Kästner-Schule in Wegberg treffen. Der Erhalt der Schulen in den Außenorten dürfe nicht zu Lasten der Schulen im Stadtzentrum gehen, so die Verwaltung. Übersteigen dort die Anmeldungen den festgelegten Grenzwert von, müssten Eltern und Schüler demnächst an andere Schulen verwiesen werden. Dieses Vorgehen schaffe für die Stadt als Schulträger sowie für das Land mehr Planungssicherheit.

Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung, nach Beschluss der angekündigten Gesetzesänderung, einen Schulentwicklungsplan zu erarbeiten und vorzulegen.
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