Wegberg prüft rechtliche Schritte gegen Eisbahn-Förderung

Von: hewi
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Wegberg/Wassenberg. Seit einigen Monaten ist die Stadt Wegberg Mitglied in der Euregio Rhein-Maas-Nord. Ziel des Zweckverbandes ist die Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit der Gemeinden Wegberg, Wassenberg, Roermond und Roerdalen.

Dazu können auch die europäischen Fördertöpfe „Interreg” angezapft werden, was eine Mitgliedschaft in der Euregio so attraktiv macht.

Nun hat Wegberg aber rechtliche Bedenken gegen die Erteilung einer Förderzusage angemeldet, um die sich die Gewerbevereine von Wassenberg und Roerdalen beworben hatten. Es geht um eine künstliche Eisbahn, die am 27. Januar an der Gitstapper Mühle im niederländischen Vlodrop eröffnet. Denn die Bahn wird zu 50 Prozent aus EU-Mitteln bezuschusst, was nicht nur dem Wegberger Bürgermeister Reinhold Pillich übel aufstößt.

Er sieht darin einen falschen Umgang mit den Steuergeldern und ein falsches Signal für das bürgerliche Engagement. In Wegberg wurde die Eisbahn durch Sponsoren und eigenverantwortliches Handeln aus der Bürgerschaft realisiert. Bei der vierwöchigen Veranstaltung in Roerdalen sollen deutsche und niederländische Schüler gemeinsam die Bahn nutzen.

Dass gemeinsames Eislaufen als grenzüberschreitende integrative und völkerverständigende Maßnahme ausreichend sei, halte er für eine „schwammige Begründung”. Aus eigener Erfahrung werden die Kosten für die Eisbahn auf rund 40.000 Euro geschätzt. Eine Summe, die die beiden Gewerbevereine auch durch eigene Anstrengung aufgebracht hätten, so Pillichs Kritik. Wegberg prüfe derzeit, ob rechtlich gegen diese „wettbewerbsverzerrende Vergabe” vorgegangen werden könne.

Euregio-Konkurrenz aus Wassenberg oder Heinsberg fürchte man in Wegberg nicht, erklärte Ulrich Lambertz vom Stadtmarketing. Der Wegberger Winterzauber werde auch außerhalb der Region als Geheimtipp gehandelt. „Wir sind eben das Original im Kreisgebiet”, unterstrich er. Nach Heinsberg gab es sogar spontane Hilfe, als dort das Eisvergnügen durch Bruch der Eisfläche in Gefahr war. Spontan wurde der Traktor, der zur Bearbeitung der Eisbahn verwendet wird, auf einen Hänger gepackt und nach Heinsberg gebracht, wo er seine Runden auf der Eisbahn drehte, um die Eisdecke wieder zu schließen.
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