Erkelenz-Gerderath - Wasserquelle entspringt in altem Rübenkeller

Wasserquelle entspringt in altem Rübenkeller

Von: Petra Wolters
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Thomas Brosch (rechts) holte mit Marco, Michael und Sarah (von links) das Wasser direkt an der Quelle. Foto: Petra Wolters

Erkelenz-Gerderath. Eine Wasserquelle mitten im Ort? Die Frage, die so manch jungen Einwohner von Gerderath in Erstaunen versetzt, können die älteren Mitbürger ganz souverän beantworten, allen voran Heinz Wilms.

Das Team für eine ökumenische Aktion der katholischen und der evangelischen Kirche hatte einen Pilgerweg konzipiert und unter das Motto „Ströme lebendigen Wassers” gestellt. So nahm es das Angebot von Wilms gerne an, dafür auch Wasser aus der gar nicht weit von St. Christophorus entspringenden Quelle zu nutzen. Thomas Brosch holte es zusammen mit Kindern in einem großen Glas, das mittels Bollerwagen transportiert wurde, direkt am Teich ab.

Auf der ersten Station des abendlichen Pilgerweges in der katholischen Kirche wurde den Besuchern schnell klar, wie dominant das Thema Wasser in der Bibel präsent ist. „In der Bibel finden wir lebendiges Wasser als einen ständigen Begleiter in vielen Texten”, so Martina Hackenholt vom Vorbereitungsteam. Wasser sei dabei oft das Symbol für Gottes Wort und für seine Liebe zu den Menschen.

Über Stationen am Wegekreuz an der Genender Straße, am alten Friedhof, am Denkmal nahe des Pfarrzentrums, am Wegekreuz an der Lauerstraße, am Kunstatelier Fronderath und am Marktplatz ging die Wallfahrt zur evangelischen Kirche. Mit dabei der Bollerwagen mit Quellwasser des Floßbachs. Im Kirchenschiff, das dem Thema entsprechend in blaues Licht getaucht war, folgten mit Pfarrerin Susanne Bronner weitere fünf Stationen auf dem Pilgerweg.

An einer berichteten Frauen aus Südamerika über ihr Leben, das auch durchs Wasserholen geprägt wurde. Nach statistischen Informationen zum Thema, etwa über den Verbrauch von Wasser und den Versuch, mithilfe von Wasser Klänge zu erzeugen, sprach die Pfarrerin über die Taufe. Schließlich wurde das mitgebrachte Wasser am Ende der fast viereinhalbstündigen Wallfahrt durch Gerderath in die Taufschale der evangelischen Kirche gegeben. Der katholische Pfarrer Werner Rombach bot dabei an, sich gegenseitig mit Wasser zu bekreuzigen und sich dabei an seine eigene Taufe zu erinnern.

Bis zu 140 Menschen beteiligten sich aktiv. Viele Bewohner hatten zudem entlang des Pilgerwegs dem Aufruf der Organisatoren folgend an ihren Häusern Kerzen aufgestellt. „Ein wahres Lichtermeer mit wunderschön geschmückten Häusern”, freute sich Hackenholt. „Es war viel Arbeit, aber wir würden es immer wieder machen”, resümiert sie für das gesamte ökumenische Team. „Ein Plus für die weitere Ökumene!”
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