Wassenberger Senioren schreiben Texte zum Thema „Heimat”

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Die Teilnehmer der Schreibwerkstatt im Johanniter-Stift Wassenberg mit Natalia Meier freuen sich über das gelungene Ergebnis.

Wassenberg. „Heimat kann einerseits der Geburtsort sein, aber prägender ist doch der Ort, wo man aufgewachsen ist und den man bewusst wahrgenommen hat. Es ist eine Umgebung, die man sich mit allen Sinneseindrücken einprägt...eine Mischung aus Geschmack, Geruch und Geräuschen.”

Dies waren die Anfangssätze eines Textes, den Natalia Maier vorlas, während die Bewohner des Johanniter-Stifts Wassenberg aufmerksam zuhörten.

Denn einige von ihnen hatten zu dem interessanten Projekt „Heimat” Beiträge geliefert. Und zwar in der Schreibwerkstatt, zu der sich regelmäßig sechs Bewohner einmal in der Woche trafen. Herausgekommen sind dabei 61 Seiten Text, zusammengeschrieben von Natalia Maier.

Die Studentin der Hochschule Niederrhein und Mitarbeiterin des Sozialen Dienstes stellte nun im Restaurant des Hauses das Buch vor, das ab dem ersten August in veröffentlichter Form hier vorliegen wird. Die Buchvorstellung bei Mozartkugeln und Sachertorte sowie passender Musik war der Höhepunkt der Literaturwoche.

„Es war immer schon mein Wunsch, ein Buch mit Erinnerungen und Erzählungen der Bewohner zu erstellen”, sagte Natalia Maier. Von März bis Ende Juni hätten sich sechs Bewohner einmal pro Woche zur „Schreibwerkstatt” getroffen, um über ihr Leben, bestimmte Ereignisse und Kriegserlebnisse zu berichten.

Um einen Einstieg zu finden, habe sie Fragen nach der Heimat, der ersten besten Freundin, der ersten Liebe und zum Familienleben damals gestellt, so Natalia Maier. „Die Schreibwerkstatt erforderte viel Disziplin beim Zuhören und auch viel Verständnis. Denn manchmal wurde auch jemand traurig.” Sie selber habe alles in Stichpunkten mitgeschrieben, um daraus später dann einen Text zu verfassen.

So entstand nach und nach ein umfangreiches Werk mit vielen verschiedenen Geschichten. Diese tragen Überschriften wie „Meine Erinnerungen”, „Von Österreich nach Körrenzig” und „Meine Lebensgeschichte”. Es sind Erlebnisse der Bewohner, bei denen sich Natalia Maier recht herzlich für ihre Mitarbeit bedankte. Auch bei denen, deren Wunsch es war, nicht namentlich genannt zu werden.

Und so überreichte sie den Bewohnern Hildegard Bender, Margarete Dziedzitz, Anna Schiffers, Katharina Fischer und Eva Brejora als Dankeschön einen Blumenstrauß für ihren Einsatz in der Schreibwerkstatt.
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