Wassenberg setzt auf den Ausbau der Grünanlagen und den Tourismus

Von: Willi Erdweg
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Wassenberg. „Wir waren neugierig, wir wussten nicht, was uns in Wassenberg erwartet”, sagte Klaus Hoffmann vom Bundesverband Zierpflanzen, Vorsitzender einer achtköpfigen Jury, die fünfeinhalb Stunden lang die Stadt im Rahmen des Wettbewerbs „Entente Florale - Unsere Stadt blüht auf” erkundet hatte.

Hoffmann dankte den Verantwortlichen, „dass wir in Ihre Gestaltungswerkstatt hineinschauen durften”. Er lobte die Stadt für die innovative Idee, auf die Themen Ausbau der Grünanlagen, Naturschutz und Tourismus zu setzen, nachdem Wassenberg schwere wirtschaftliche Rückschläge durch das Ende der Textilindustrie, des Bergbaus und den Rückzug des englischen Militärs erlitten habe.

Die Jury, der unter anderem Fachleute aus den Bereichen Tourismus, Landschaftsarchitektur, Garten- und Sportplatzbau sowie Baumschulen angehörten, wurde begleitet von Bürgermeister Manfred Winkens, Stadtplaner Jens Beeck, den Lokalhistoriker Hanns Heidemanns, den Heimatvereinsvorsitzenden Sepp Becker sowie den Landschaftsarchitekten Joachim Scheller, der die Grünplanung für den Burgberg und die benachbarten Bereiche vorstellte, deren Umsetzung in einem ersten Schritt begonnen hat.

Neben der Baustelle am Burgberg standen unter anderem auf dem Besichtigungsprogramm: die ehemalige Bahntrasse, das Stadion Am Wingertsberg, das Judenbruch, verschiedene gärtnerisch gestaltete Kreisverkehre, die Nabu-Naturschutzstation Haus Wildenrath, der Waldlehrpfad an der Betty-Reis-Gesamtschule, Birgelen, die Ophovener Seen, das Gewerbegebiet Forst und das Parkbad mit Wohnmobilstellpatz.

Bevor die Jury in die Stadt Ibbenbüren weiterreiste, wünschte Vorsitzender Klaus Hoffmann Wassenberg „viel Kraft und Beharrlichkeit sowie ein zügiges Vorankommen”. Die Stadt habe eine gute Mannschaft, um ihr Konzept umzusetzen: „Und wir wünschen Wassenberg, dass es in zwei bis drei Jahren wieder den Mut besitzt, sich noch einmal zu bewerben und dadurch wieder einen Sprung nach vorne zu machen”.

Bürgermeister Manfred Winkens überreichte den Mitgliedern ein kleines Präsent, das unter anderem Blumen und ein Glas Honig enthielt, den Bienen an der Wassenberger Gesamtschule gesammelt hatten. Winkens dankte den Bürgern und den vielen Vereinen, die sich am Wettbewerb „Wassenberg blüht auf” beteiligt haben. Das Engagement von Bürgern und Vereinen ist ein ganz wichtiger Gesichtspunkt bei der abschließenden Punktevergabe durch die Jury.

Das Ergebnis wird am 25. August im Fernsehgarten in Mainz bekannt gegeben. Dazu ist eine Wassenberger Delegation (Offizielle und Bürger) eingeladen. Vergeben werden Medaillen in Gold, Silber und Bronze sowie eine lobende Anerkennung. Insgesamt haben sich 17 Städte aus Deutschland beteiligt.
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