Was tun bei Konflikten in der Schwangerschaft?

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Kreis Heinsberg. „Herzlichen Dank für die Informationen über donum vitae. Es war uns wichtig, die Thematik unseres eigenen Kindes wieder ins Bewusstsein zurückzuholen.“ Mit diesen Worten dankte Lutz Braunöhler, Vorsitzender des Katholikenrates der Region Heinsberg, bei der Vollversammlung im Pfarrzentrum Burg in Hückelhoven Irina Naber und Ute Boetzkes von donum vitae in Heinsberg, der staatlich anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle, die vom Katholikenrat 2000 ins Leben gerufen worden war.

Zunächst ging Irina Naber auf die Konfliktberatung ein, die laut dem Schwangerschaftskonfliktgesetz ergebnisoffen und zielorientiert zum Schutz des ungeborenen Lebens stattfinden müsse. „Wir beraten zum Leben orientiert und geben dem Kind eine Stimme“, betonte sie. Ein Schwangerschaftsabbruch könne bis zur zwölften Woche erfolgen, fuhr sie fort. In dieser Zeit müsse die Beratung stattfinden, der mindestens eine dreitägige Bedenkzeit folgen müsse.

Aus ihrer langjährigen Erfahrung wisse sie, dass die wenigsten Frauen gedankenlos mit dem Thema, das verbunden sei mit Angst und Scham, umgehen würden. Die Mitglieder des Katholikenrats erfuhren, dass keine Krankenhäuser vornehmen, sondern Frauenärzte den Abbruch vornehmen würden. „Im Kreis Heinsberg macht dies keiner“, sagte Irina Naber. In der Regel mache der Gynäkologe, der die Schwangerschaft festgestellt habe, den Termin dann bei dem Arzt, der den Abbruch vornehmen solle.

Zu donum vitae kämen hauptsächlich Frauen aus dem Stadtgebiet von Heinsberg. Dies liege daran, dass donum vitae seinen Sitz in Heinsberg habe und es eine zweite Schwangerschaftsberatungsstelle der Arbeiterwohlfahrt in Hückelhoven gebe, erklärte Irina Naber. Nach Beratung und Bedenkzeit stelle donum vitae einen Beratungsschein aus, der vorliegen müsse, um überhaupt einen Abbruch vornehmen zu können. „Auch wenn wir zum Schutz des ungeborenen Lebens hin beraten, so bleibt letztendlich die Entscheidung immer bei der Frau“, so Naber.

Daneben bietet donum vitae auch eine allgemeine Schwangerschaftsberatung an. Dabei geht es um Themen wie Schwangerschaft und Geburt, um das Umfeld oder Aspekte wie Kurzarbeit, Sucht, Schulden, häusliche Gewalt, teure Mieten, Bildung, Trennungen und psychische Erkrankungen sowie minderjährige Mütter und Väter.

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit von donum vitae ist die sexualpädagogische Präventions­arbeit in Schulen ab der sechsten Klasse bis hin zum Berufskolleg und zu Jugendeinrichtungen. „Es geht darum, geschlechtsspezifisch und ohne den Lehrer ein Stück weit aufzuklären, dass man ungewollt schwanger werden kann, oder darüber, dass man nicht eine Sexualität leben sollte, die man nicht will“, betonte Ute Boetzkes.

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