„Was seniorengerecht ist, ist menschengerecht”

Von: hewi
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Kreis Heinsberg. Der Beirat für Senioren und Generationenfragen sucht den engen Schulterschluss mit der Politik und den Entscheidungsträgern auf Kreisebene. Die Gesprächsangebote würden angenommen, wie der Vorsitzende Franz-Josef Lennertz bei einer Beiratssitzung im Hückelhovener Hotel am Park zu berichten wusste.

Dies bestätigte auch Landrat Stephan Pusch. Er betonte, dass das Wissen und die Fähigkeiten der Senioren gewinnbringend für die Bevölkerung und den Kreis einzusetzen seien.

Die Themen, die der Seniorenbeirat bearbeite, spiegelten auch die Themen wider, die im Kreis diskutiert würden. So sei gerade die Mobilität ein zentrales Thema für eine ländliche Region wie den Kreis Heinsberg. Der Nahverkehr müsse ausgebaut und barrierefrei werden. Als Beispiel nannte er den Linderner Bahnhof, der durch die Wiederaufnahme der Strecke nach Heinsberg an Bedeutung gewinne. Auch auf den Straßen müsse die Mobilität gewährleistet werden. So werde in den kommenden Jahren der Linienbusverkehr verringert, weshalb verstärkt auf den Multibus gesetzt werden müsse.

Auch müssten die älteren Bürger wieder im Umgang mit dem Öffentlichen Personennahverkehr geschult werden, um Berührungsängste zu verlieren. Wichtig sei es, jedem zu ermöglichen, so lange wie möglich selbstständig und in den eigenen vier Wänden zu leben.

„Unsere Meinung muss ans Ohr der Politik gelangen”, erklärte Heinz-Peter Benetreu und verwies darauf, dass die Bedürfnisse der älteren Generation nicht pauschal betrachtet werden dürften. Mit Kaffee und Kuchen allein sei es da nicht getan. Vielmehr seien zielgruppengerechte Angebote gefragt. So müssten Menschen, die vor dem Eintritt in den Ruhestand stünden, darauf vorbereitet werden. Es gehe darum, Perspektiven der Teilhabe und Mitarbeit aufzuzeigen.

Aber auch ganz profane Fragen seien zu beantworten, zum Beispiel über den Umgang mit dem Partner, mit dem man auf einmal viel mehr Zeit verbringe. Ein weiteres Thema erkannte Benetreu im Umgang mit ausländischen Mitbürgern, deren Integration über die Berufswelt hinaus auf der Agenda zu stehen habe. Dies gehe auch durch Bildung und entsprechende Lernangebote, bestätigte Irmgard Keusemann.

Franz-Josef Lennertz verwies auf Gespräche mit der Volkshochschule, bei denen einige Dinge auf den Weg gebracht worden seien. So müssten generationsübergreifende Kurse, aber auch Kurse speziell für Senioren angeboten werden. Ein weiterer Wunsch sei die Ausweitung des Kursangebotes auf den Vormittag, was vielen Senioren sehr entgegenkäme.

Landrat Pusch erklärte, dass die Beteiligung der Senioren an Entscheidungsprozessen wichtig sei. Als Beispiel nannte er die Untersuchung der alltäglichen Wege auf Barrierefreiheit. Eine Aufgabe, die von generationsübergreifender Bedeutung sei, wie Benetreu hervorhob. „Was seniorengerecht ist, ist menschengerecht.”
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