„Was gibt es heute in der Schule zu essen?”

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„Was gibt es heute in der Schule zu essen?”: Diese Frage wird von vielen Kindern und Jugendlichen gestellt. Foto: ddp

Kreis Heinsberg. „Was gibt es heute in der Schule zu essen?” Diese Frage stellen sich viele Kinder und Jugendliche, da sie immer mehr Zeit in der Schule verbringen und auf Schulverpflegung angewiesen sind.

Essen und Trinken in Schulen sind unverzichtbare Bestandteile schulischen Lebens geworden und haben eine zentrale Bedeutung für die Entwicklung und Sozialisation der Kinder und Jugendlichen sowie für die Gestaltung des Lebensraums Schule erlangt.

Die darin liegende Chance kann nur bei bestmöglicher Gestaltung der Schulverpflegung sowie ihrer Einbindung in ein pädagogisches Konzept optimal genutzt werden.

Vor diesem Hintergrund wurden bundeseinheitlich Qualitätsstandards für die Schulverpflegung von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz entwickelt, die allen Akteuren im Rahmen einer notwendigen Qualitätssicherung als Orientierungsrahmen dienen und auf viele Fragen detaillierte Antworten geben sollen.

Im Heinsberger Kreishaus fand die Auftaktveranstaltung „Schulverpflegung mit Genuss und Qualität” statt. Diese Auftaktveranstaltung ist das erste Ergebnis einer Zusammenarbeit des Gesundheitsamtes sowie des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes des Kreises mit der Vernetzungsstelle Schulverpflegung NRW, die bei der Verbraucherzentrale NRW angesiedelt ist. Zu den Zielen und Aufgaben der Vernetzungsstelle gehört es, die Qualitätsstandards landesweit bekannt zu machen, Schulen und Schulträger zu unterstützen, die Integration der Ernährungsbildung in den Schulalltag zu fördern sowie nachhaltige Strukturen zu schaffen.

Landrat Stephan Pusch wünschte dieser Initiative viel Erfolg und betonte den Stellenwert gesunder und schmackhafter Ernährung im schulischen Alltag: „Es gibt sehr erfolgreiche Schulverpflegungsmodelle in Deutschland und ich würde mich freuen, wenn im Kreis Heinsberg diesbezüglich Erfolge zu verzeichnen wären.”

Bei der Auftaktveranstaltung stellte Diplom-Oecotrophologin Ursula Haarhoff, Vernetzungsstelle Schulverpflegung NRW, die von der DGE entwickelten Qualitätsstandards vor. In einem zweiten Beitrag stellte Ursula Haarhoff die wichtigen Aspekte der Akzeptanzförderung der Schulverpflegung vor.

Ein Aspekt ist die Durchführung von Ernährungsbildungmaßnahmen. Diese bietet die diplomierte Oecotrophologin Beyda Üner, die seit Januar im Kreisgesundheitsamt tätig ist, an zahlreichen Schulen im Kreis an.

Ein weiterer, wichtiger Bereich der Schulverpflegung ist die Hygiene. Dieses zentrale Thema stellte Dr. Frauke Dennig-Schmitz vom Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt in ihrem Vortrag „Hygienemanagement in der Schulverpflegung - Schule als Einrichtung der Gemeinschaftsverpflegung” vor.

Sie wies insbesondere darauf hin, dass das Lebensmittelüberwachungsamt nicht nur eine Kontrollbehörde ist, sondern Schulträgern und Schulen auch gerne beratend zu all den Fragen zur Seite steht. Besonders beim Neubau einer Mensa sei es von großem Vorteil, das Amt von Beginn an in den Planungsprozess mit einzubeziehen.

Zusammenfassend wurde festgestellt, dass die große Chance und Bedeutung der Schulverpflegung auf der einen Seite und die Komplexität des Themas sowie die Vielfalt der Akteure auf der anderen Seite es notwendig machen, das Thema Schulverpflegung strukturiert im Gespräch mit allen Teilnehmern anzugehen.

Der erste Schritt sollte laut Ursula Haarhoff daher stets die Gründung eines Qualitätszirkels auf kommunaler Ebene oder eines Mensaausschusses auf Schulebene mit allen an der Schulverpflegung beteiligten Gruppen sein.

Wenn alle Akteure im Boot sitzen würden, sei die Akzeptanz hinterher umso größer. Die fachkompetente Begleitung sei dabei empfehlenswert.

Daher will der Kreis Heinsberg in Zusammenarbeit mit der Vernetzungsstelle Schulverpflegung NRW den Akteuren als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.
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