Geilenkirchen/Jülich - Wanderausstellung rückt die Reformatorinnen in den Blickpunkt

Wanderausstellung rückt die Reformatorinnen in den Blickpunkt

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Das Logo zur Austellung „Reformatorinnen. Seit 1517“.

Geilenkirchen/Jülich. Frauen haben bedeutende Rollen in der Reformation gespielt. Das soll die Wanderausstellung „Reformatorinnen. Seit 1517“ deutlich machen, die die Evangelischen Kirchengemeinde Geilenkirchen gemeinsam mit der Evangelischen Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Jülich präsentiert wird.

Es werden bedeutende Frauen vorgestellt und einige wichtige, aber weniger bekannte Querschnittthemen aufgearbeitet.  Konzipiert wurde sie von der Gleichstellungsbeauftragten der Evangelischen Kirche im Rheinland. So wird etwa die von der Reformation überzeugte Sibylle von Jülich-Kleve-Berg vorgestellt, die aus dem Westen in den Osten zog und zeitlebens regierende Fürstin in Kur­sachsen war.

Bis zu ihrem Tod stand sie an der Seite ihres Ehemanns, Kurfürst Johann Friedrich I. von Sachsen, und war Luthers Landesherrin. Die versierte Briefeschreiberin war auch eine kompetente Gesprächspartnerin in Glaubensfragen.

Weitere 17 Frauen zeichnen sich aus, etwa Argula von Grumbach, die im Spätsommer 1523 einen wütenden Protestbrief an die gelehrten Männer der Universität zu Ingolstadt schrieb. Sie war adelig, gebildet und die erste Frau, die öffentlich für die Reformation eintrat.

Weitere bedeutende Frauen gehören dazu, darunter auch Dorothee Sölle, die mutige Theologin des 20. Jahrhunderts, deren politische und mystische Stimme noch heute nachhallt.

Zur Ausstellungseröffnung am kommenden Dienstag, 13. Juni, um 19 Uhr wird die Düsseldorfer Theologin Dr. Claudia Eliass einen Einführungsvortrag dazu halten.

Eine Anmeldung ist nicht unbedingt erforderlich, erleichtert aber die Organisation. Auskunft und Anmeldung: Evangelische Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Jülich, Telefon 02461/99660 oder E-Mail an eeb@kkrjuelich.de.

Die Ausstellung ist dann bis zum 22. Juni im Evangelischen Gemeindezentrum zu sehen.

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