Kreis Heinsberg - Wandel seit jeher Thema des Heimatkalenders

Wandel seit jeher Thema des Heimatkalenders

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Die Schwalm im Auenwald: Diese Aufnahme von Fotograf Ulrich Hollwitz ist auf dem Titelblatt des Heimatkalenders 2015 zu entdecken.

Kreis Heinsberg. „Der Wandel ist seit jeher Thema des Heimatkalenders. Indem er den Blick auf Vergangenes lenkt, erlaubt er den Vergleich mit der Gegenwart und erlaubt Schlüsse und Einschätzungen für die Zukunft.“ Dies schreibt Landrat Stephan Pusch in seinem Grußwort zum jetzt erschienenen Heimatkalender 2015.

Interessanter Querschnitt

Inhaltlich bietet der Heimatkalender, der redaktionell von Richard Jochims, Anja Mülders und Michael Straube verantwortet wird, wieder einen interessanten thematischen Querschnitt. Aufgrund der großen Anzahl von Burgen, Schlössern und Herrenhäusern im Kreisgebiet gestaltet sich der diesbezügliche Artikel von Markus Westphal entsprechend umfangreich, aber nie langweilig. Bei den Begriffen „Kosmographie“ und „Gangelt“ fällt dem heimatgeschichtlich Interessierten in der Regel Gerhard Mercator ein. Doch zu seiner Zeit gab es auch den aus Gangelt stammenden Christian Schulpen, der Namen und Herkunft latinisierte und als Christian Sculpinus Gangeltensis in die Annalen einging. Peter H. Meurer zeichnet Leben und Wirken dieses Mannes nach. Ebenfalls aus der Erinnerung verschwunden ist Johann von Drimborn. Was es mit dem „Goldenen Ritter auf Haus Kempen“ auf sich hat, schildert Hans J. Limburg. Wie und warum sich Hilfarth und Hückelhoven im 19. Jahrhundert um die Rurbrücke gestritten haben, beschreibt Helmut Henßen, während sich Peter Staatz den Mühlen im Kreis Erkelenz in den Jahren 1820 und 1830 widmet. Die Lebenssituation der jüdischen Bevölkerung des Kreises Geilenkirchen im frühen 19. Jahrhundert steht im Mittelpunkt der eines Berichtes von Christoph Nohn. „Nepotismus in Geilenkirchen?“ ist der Titel eines Beitrages von Augustinus M. P. P. Janssen. Es geht um die Einsetzung des Johann Heinrich Bungs als Rektor des Geilenkirchener Altars im Jahre 1764.

Reihe über die Baudenkmäler

Fortgesetzt wird im Heimatkalender 2015 auch die Reihe über die Baudenkmäler. In dieser Ausgabe finden sich weitere Baudenkmäler aus dem Wegberger Stadtgebiet. Wolfgang Cortjaens stellt zwei Neuzugänge in der Gemäldesammlung des Begas-Hauses vor: das Miniaturbildnis der Sophia Schröder aus dem Jahr 1830 sowie ein Kinderbildnis von Louis Toussaint, das Maria Sophia Gerhards im Alter von zwei Jahren zeigt.

Einige aus historischer Sicht erinnerungswürdige Jahrestage behandelt Richard Jochims. Frank Körfer porträtiert den Hilfarther Korbwarenhändler Franz Mackenstein. Viel Wissenswertes zur Bahnstrecke Jülich – Dalheim recherchierten Franz-Josef Breuer und Andreas Nachtigal.

Absturz von „Fliegender Festung“

In Ergänzung zur Errichtung eines entsprechenden Denkmals in Oberbruch erinnert Helmut Frenken an den Absturz einer „Fliegenden Festung“ in Oberbruch im Februar 1944. Einen weiteren Einblick in das tägliche Leben im Jahr 1944 gibt Paul Vallen, der sich mit einem Brief von „Pietere Doktor“ an seine Familie befasst. „Gegen das Vergessen“ ist der Untertitel des Beitrages von Oliver Thelen, der an Emil Falkenstein aus Gangelt erinnert.

Stadtarchivar Thomas Düren stellt den neuen, vom Maximilian-Kolbe-Gymnasium initiierten Wegberger Gedenkstein für die Opfer des Nationalsozialismus vor.

Heiner J. Coenen porträtiert den „Retter des Heinsberger Torbogenhauses“, den aus der Region Hamburg stammenden Werner Wichmann, der als Pionier-Unteroffizier Sprengungen an markanten Gebäuden zu verhindern wusste, so auch die Sprengung des Torbogenhauses. Was der frühere US-Außenminister Henry Kissinger mit Grotenrath zu tun hat, verrät Willi Goertz.

Der Journalist Folkmar Pietsch erinnert an den katastrophalen Wassereinbruch in der Zeche Sophia-Jacoba, dessen Auswirkungen die Wassenberger Feierabendsiedlung schwer beeinträchtigte. Eine kleine Betrachtung über die Autokennzeichen „GK“ und „ERK“ liefert Richard Jochims.

Den mundartlichen Part übernimmt Karl Bertrams mit seinem historischen Artikel „D’ Amis send do!“

Auch die Naturkunde kommt nicht zu kurz. Michael Straube beobachtet in diesem Jahr die Spinnentiere im Kreis Heinsberg. Den Abschluss des 236-seitigen Heimatkalenders bildet wie immer der Jahresrückblick von Ulrich Hollwitz.

Im Buchhandel erhältlich

Dank des Einsatzes zahlreicher Sponsoren kann der Heimatkalender zu einem nach wie vor vergleichsweise günstigen Preis abgegeben werden: Für 4,50 Euro ist erhältlich in den örtlichen Buchhandlungen und im Bürger-Service-Center des Kreishauses in Heinsberg.

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