Wagnis gelingt: Der Musikverein swingt

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Erkelenz. Der Städtische Musikverein hat zum Frühjahreskonzert eingeladen und die Stadthalle war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Das Vorprogramm bestritten die jüngsten Aktiven, die erst wenige Monate eifrig geübt hatten und nun ihren ersten Auftritt unter der Leitung von Jörg Wilms meisterten. Die Kooperation mit der Franziskusschule und der dort übenden Bläserklasse hat schon seit Jahren guten Nachwuchs gebracht. Hans-Paul Breuer, seit zehn Jahren erfolgreicher Dirigent des „Städtischen” ließ sich für dieses Konzert etwas Besonderes einfallen.

Dass ein sinfonisches Blasorchester „Swing Memoires” wählt und einen völlig anderen Sound präsentiert, überraschte, weil völlig ungewohnt. Das „Wagnis” gelang aber dank langer und sicherlich harter Probenarbeit ausgezeichnet. Die Musiker und Musikerinnen, das spürte man sofort, setzten die Vorstellungen des Dirigenten um und hatten selbst Freude an der Musik der 50er Jahre, die wohl die Wenigstens von der Entstehungszeit her kannten. Sie stiegen in den Abend mit „Porgy and Bess” von George Gershwin ein und brachten dann ein Medley des 1924 geborenen amerikanischen Jazzers Sammy Nestico, der lange Jahre in einer US-Marineband spielte und zahlreiche Lehrbücher veröffentlichte.

Dann trat Karin Brock als Sängerin mit dem Orchester in Aktion. „Moonglow” von Irving Mills und „The Lady is a Tramp” von Richard Rodgers, arrangiert von Hans-Paul Breuer, wurden mit stürmischen Beifall bedacht. Dem schloss sich dann vor der Pause noch das mehr elegische „Malaguena von Ernesto Lecuona, arrangiert von Nestico, an. Eine stattliche Anzahl junger Musiker zeigte mit der Junior-Band dann Melodien im gleichen Stil wie die Senior-Band und bei den Superhits der 50er Jahre wippte mancher Fuß mit. Als Zugabe hatte der Nachwuchs unter der Leitung von Karl-Heinz-Wawrzinek Louis Armstrong einstudiert. Im letzten Konzertteil steigerte sich das „Städtische” noch.

Die bekannten Titel von Altmeister Benny Goodman heizten richtig ein, Frank Mielke mit dem Posaunensolo bei der Vorstellung von Errol Garners „Misty” aus dem 1971 gedrehten Film und letztlich der furiose Schlusspunkt mit einem Glenn-Miller-Medley ließen eigentlich keine Wünsche offen. Ohne Zugaben kamen die mit starkem Beifall bedachten Musiker und Musikerinnen nicht von der Bühne. Da riefen sie dann noch einmal Duke Ellington in Erinnerung.
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