Wachwechsel an der Spitze der Feuerwehr

Von: disch
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Wechsel im Amt des Kreisbrandmeisters: Karl-Heinz Prömper (3. v. r..; im Bild mit Ehefrau Ursula Treffer-Prömper) wurde verabschiedet. Klaus Bodden (l.; im Bild mit Ehefrau Petra Bodden) wurde zu seinem Nachfolger ernannt. Landrat Stephan Pusch (2. v. r.) und Bezirksbrandmeister Manfred Savoir (r.) gratulierten. Fotos (2): CvdSt Foto: CvdSt
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Feierstunde am späten Donnerstagnachmittag im Heinsberger Kreishaus: Viele Führungskräfte aus den Feuerwehren des Kreises und der Region waren zu diesem Wachwechsel gekommen.

Kreis Heinsberg. Lob und Dank gab es für den scheidenden Kreisbrandmeister, beste Wünsche für seinen Nachfolger im Ehrenamt an der Spitze der Feuerwehr im Kreis Heinsberg: Bei einer Feierstunde im Kreishaus wurde am späten Donnerstagnachmittag der Wachwechsel vollzogen. Karl-Heinz Prömper (57) aus Waldfeucht, der aus persönlichen Gründen nach 14 Jahren dieses Amt aufgab, wurde offiziell verabschiedet. Klaus Bodden (51) aus Wegberg erhielt seine Ernennungs­urkunde.

Dank gilt allen Wehrleuten

Betont wurde bei dem Festakt im großen Sitzungssaal die Bedeutung des Ehrenamtes. So schloss Landrat Stephan Pusch in seinen Dank an Prömper ausdrücklich alle Feuerwehrleute ein, „die Tag und Nacht einsatzbereit sind und viele Stunden ihrer Freizeit für das Wohl anderer Menschen opfern“. Und auch die Ehefrauen mit ihrer Unterstützung und ihrem Verständnis wurden nicht vergessen. So durften sich Ursula Treffer-Prömper und Petra Bodden über Blumensträuße freuen.

Als „Feuerwehrmann mit Leib und Seele“ charakterisierte der Landrat Karl-Heinz Prömper, der bereits sechs Jahre nach seinem Eintritt in die Hückelhovener Feuerwehr die Prüfung zum Brandmeister und weitere fünf Jahre später die Prüfung zum Zugführer abgelegt habe. „Spätestens da zeichnete sich ab, dass die Feuerwehr in Ihnen eine engagierte und fachkundige Führungsperson hatte“, sagte Pusch. Der Kreis Heinsberg sei sehr froh gewesen, in Prömper einen derart ausgewiesenen Fachmann an der Spitze der Feuerwehren zu wissen. Diese würden immer mehr vor großen Herausforderungen stehen. Prömper habe sie angenommen und gemeinsam mit dem Kreis viele Weichen für die Zukunft gestellt. Er sei daran beteiligt gewesen, dass noch größerer Wert auf Aus- und Fortbildung gelegt wurde“.

Denn der moderne Feuerwehrmann sei heute ein vielseitig ausgebildeter Spezialist, der mehr beherrschen können müsse als einen Lkw und ein C-Rohr. Prömper hinterlasse den Bürgern eine gut ausgebildete, gut ausgerüstete, in vielen Bereichen hoch spezialisierte und hoch motivierte Feuerwehr. Seine Leistungen seien auch mit vielen Feuerwehr-Ehrungen angemessen gewürdigt worden. „Mit Ihrem Einsatz waren Sie ein echtes Vorbild für die vielen Ehrenamtler im Bereich der Freiwilligen Feuerwehren.“

Die Feuerwehr, so Pusch weiter, sei eine der größten uneigennützig arbeitenden Organisationen im Kreisgebiet. Sie schütze Leib und Leben, Hab und Gut aller Bürger. Sie genieße daher auch vollstes Vertrauen. Mit Klaus Bodden wisse er ebenfalls einen ausgewiesenen Fachmann im Amt des Kreisbrandmeisters, sagte der Landrat über Prömpers Nachfolger. Die Herausforderungen und die Anforderungen an die Feuerwehren würden nicht geringer: „Sie werden sich dieser Aufgabe mit Engagement und Umsicht stellen“, so Pusch. Bodden habe vielfach Führungsqualitäten unter Beweis gestellt.

Bezirksbrandmeister Manfred Savoir dankte Prömper für die kooperative und vertrauensvolle Zusammenarbeit „auf Augenhöhe“. Dabei habe Prömper stets eine Gratwanderung absolvieren müssen zwischen der unbedingt erforderlichen Aufgabenerfüllung und dem Machbaren. „Förderung des Ehrenamtes“ müsse die Botschaft lauten, denn die Aufgaben würden immer anspruchsvoller und immer umfangreicher. Die Einsatzfähigkeit des Ehrenamtes sei dabei unabdingbar. Klaus Bodden wünschte der Bezirksbrandmeister viel Erfolg und einen guten Start.

Karl-Heinz Prömper freute sich, dass sein Vater der Feier beiwohnte „Er hat mich dazu gebracht, in die Feuerwehr einzutreten.“ Nun nach 41 Jahren einen Schlussstrich zu ziehen, sei nicht so einfach. Er dankte allen für die Unterstützung und mahnte, Kameradschaft und Tradition zu bewahren und die Zusammenarbeit mit den anderen Hilfsorganisationen zu verstärken.

Von einem „besonderen Moment“ sprach Klaus Bodden, nachdem er die „reizvolle und verantwortungsvolle Aufgabe“ angetreten hatte. Dank und Respekt zollte er seinem Vorgänger. Er dankte aber auch den Leitern der Feuerwehren im Kreisgebiet, dem Kreistag und seinem Arbeitgeber, der Stadt Wegberg, für die zugesicherte Freistellung, um dieses Ehrenamt wahrnehmen zu können.

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