Kreis Heinsberg - Wachsende Renten-Ungerechtigkeit zwischen Männern und Frauen

Wachsende Renten-Ungerechtigkeit zwischen Männern und Frauen

Letzte Aktualisierung:

Kreis Heinsberg. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zeigt sich alarmiert über die wachsende Renten-Ungerechtigkeit zwischen Männern und Frauen im Kreis Heinsberg.

„Die aktuellen Zahlen bestätigen unsere Befürchtungen,“ erklärte jetzt der DGB-Kreisverbandsvorsitzende Willi Klaßen zum jüngsten Rentenreport vom DGB NRW. „Aber die Dimension insbesondere für unseren Kreis Heinsberg überrascht uns dennoch!“

Der DGB verwies auf die deutlichen Unterschiede beim Rentenbezug zwischen Männern und Frauen. Letztere müssten im Schnitt mit 410 Euro monatlich auskommen und lägen damit nicht nur weit hinter ihren männlichen Zeitgenossen (rund 980 Euro im Monat).

„Diese Daten spiegeln die besonderen Schwierigkeiten auf dem Heinsberger Arbeitsmarkt für Frauen wieder“, so Thomas Hartmann als zuständiger Gewerkschaftssekretär beim DGB. „Die hohe Rate an Niedriglöhnen durch Minijobs oder an weiblicher Erwerbslosigkeit in unserem Kreis – ob durch familiäre Verpflichtungen oder erfolglose Jobsuche – ­drücken die Renten sogar unter Bundes- und Landesniveau!“

„Diese Entwicklung kommt nicht von ungefähr“, ergänzte DGB-Regionsgeschäftsführer Ralf Woelk. „Wir wundern uns schon lange über den offenbar ignorierten Zusammenhang zwischen schlecht bezahlter Arbeit und der wachsenden Altersarmut – insbesondere für Frauen!“

„Auch der jungen Generation blühen – trotz längerer Berufstätigkeit – absehbar deutlich niedrigere Rentenansprüche, die immer häufiger unter dem Niveau der Grundsicherung liegen werden“, stellte Thomas Hartmann weiter fest.

Der DGB will sich für einen grundsätzlichen Wandel der Rentenpolitik, die mehr auf eine nachhaltige Stabilisierung der Renten abzielen sollte, sowie für die konsequente Durchsetzung des Mindestlohns sowie notwendige Lohnsteigerungen einsetzen.

Der DGB-Kreisverband will aber auch das Thema Rente intensiv vor Ort weiter begleiten. Geplant ist eine große Informationsveranstaltung am 20. November, bei der es vor allem um die Erwerbsminderungsrenten für Menschen, die durch Krankheit oder Unfälle nur noch eingeschränkt oder gar nicht für ihren Lebensunterhalt sorgen können, gehen soll.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert