„Vorstellungsgespräche“: Eine überaus gelungene Premiere

Von: hewi
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Beim Rezitationsprogramm „Vorstellungsgespräche“ beeindruckten die Schüler vom Berufskolleg in Erkelenz ihr Publikum. Foto: Wichlatz

Kreis Heinsberg. Mit ihrem Rezitationsprogramm unter dem Titel „Vorstellungsgespräche“ feierten Schüler vom Berufskolleg in Erkelenz eine gelungene Premiere. Die Texte und die Begleitmusik hatten die Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern Melanie Wahnemühl, Annette Weichert und Sebastian Schade selbst erarbeitet.

Bei der Kunstform der Rezitation geht es neben dem Inhalt auch um die Form, in der er präsentiert und dargestellt wird. Rund ein halbes Jahr hatten Schüler zusätzlich zum Unterricht in der Arbeitsmodulen die Texte erarbeitet, die Rezitation eingeübt und die Musik als zusätzliches Element geschrieben und einstudiert.

In der Schreibwerkstatt hatte es mit kreativen Schreibspielen und Ideen begonnen. So wurde zum Beispiel die Schreibübung einer Initiativbewerbung bei dem Weltraumschurken „Darth Vader“ um eine Stelle auf dem „Todesstern“ zur Basis für zwei Beiträge, die zusätzlich zum Bühnenspiel an die Wand projiziert wurden. Dabei bewiesen die Akteure, wie unterschiedlich eine solche Aufgabe interpretiert und umgesetzt werden kann.

Auch bei der Darstellung einer alltäglichen Szene auf dem Flur der Arbeitsagentur zeigten sie Vielfalt. In der Gamer-Sprache der Computerspieler wurde die Szene präsentiert. Das Publikum bestand zumeist aus Mitschülern. Und was in deren Köpfe wohl vorgehen könnte, zeigte die Truppe gleich zum Beginn der Aufführung. Mit der Kamera projizierten sie die Zuschauer auf die Leinwand und legten ihnen sehr eigenwillige Gedanken in den Kopf, die das Publikum dann hörte.

Bei allem Humor verstanden sich die Darsteller aber auch auf die kritischen oder sehr persönlichen Töne. War eben noch herzhaft gelacht worden, herrschte beim Vortrag eines sehr ungewöhnlichen Lebenslaufes anteilnehmendes Schweigen. Immer wieder schwang auch die Frage nach der Zukunft mit, die sich die Schüler kurz vor dem Abschluss natürlich verstärkt stellen.

Auch dieses Kulturprojekt wurde mit Landesmitteln gefördert. Spätestens in zwei Jahren soll es das nächste Projekt geben, erklärte Schulleiter Paul-Günther Threin am Rande der Aufführung. Annette Weichert, die mit ihren beiden Kollegen und einem freien Autor das Projekt realisiert hatte, betonte, dass angesichts der kurzen Zeit, welche die Schüler gemeinsam am Kolleg verbringen, ein gut aufeinander eingespieltes Team entstanden sei, das durch seine Leistung überzeugen konnte. Dieser Auffassung war auch das Premierenpublikum, das mit ­Applaus nicht geizte.

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