Vorsorgevollmacht: „Nicht auf die lange Bank schieben“

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Kreis Heinsberg. „Hast du eigentlich schon eine Vorsorgevollmacht?“ So fragt eine Kollegin die andere in der Frühstückspause. Beide sind noch keine 30 Jahre alt. „Wieso Vorsorgevollmacht. Ist das nicht was für alte Leute, wenn die nicht mehr richtig können?“, antwortet die Angesprochene.

„Und wenn du nach einem Verkehrsunfall im Koma liegst, wer entscheidet denn dann, was mit dir passiert?“ Kurze Pause. „Ich denke mal, meine Mutter.“

Doch da liegt die junge Dame falsch, stellte jetzt der Kreis Heinsberg in der Ankündigung einer Veranstaltung zum Thema Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung fest. Sollte die Mutter entscheiden, hätte sie dies nach ihrem 18. Geburtstag per Vollmacht mit der Mutter regeln müssen…

Die Komasituation nach einem Unfall, das Leben nach einem Schlaganfall, die schwere psychische Erkrankung, die demenzielle Veränderung – dies sind alles Lebensumstände, die nach einer klaren Vorsorge- und Betreuungsregelung schreien.

„Nicht auf die lange Bank schieben, sondern handeln“, empfiehlt die Betreuungsstelle des Kreises Heinsberg. Die im November 2015 herausgekommene Vorsorge-Mappe des Kreises Heinsberg ist schon weit über 10 000-mal ­kostenlos an Bürger des Kreises verteilt worden. Sie enthält alle wichtigen Informationen zu Themen wie Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Notfallausweis sowie entsprechende Formulare.

Viele Menschen haben zu diesem Thema dennoch zahlreiche Fragen, wie die Mitarbeiter der Betreuungsstelle wissen. „Wer hilft mir, wenn…“ lautet daher der Titel der Informationsveranstaltung, die am Mittwoch, 9. August, um 17 Uhr im Rathaus der Gemeinde Gangelt Gangelt (Raum 219) rund um die Bereiche Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung stattfindet. In Vorträgen sollen verschiedene Möglichkeiten der Vorsorge vorgestellt und die Unterschiede erläutert werden. Die Vorsorgemappe wird ebenfalls vorgestellt und erläutert. Sie ist auch während der Veranstaltung erhältlich.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Eine Voranmeldung unter Telefon 02452/135505 oder 135507 oder aber per E-Mail an ­betreuungsstelle@kreis-heinsberg.de ist erwünscht.

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