Vorfreude im Kreis auf den Niederrheinischen Radwandertag

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Alle Organisatoren trafen sich in Krefeld, um Startorte, Routenführung und Marketing zum Niederrheinischen Radwandertag am 3. Juli abzustimmen.

Kreis Heinsberg. Der Niederrheinische Radwandertag an Rhein und Maas steht vor seiner 25. Auflage. Am Sonntag, 3. Juli heißt es wieder: „Hinauf auf den Sattel und ­hineingetreten in die Pedale!“ Das Team vom Heinsberger Tourist-Service (HTS) freut sich mit den anderen Koordinatoren-Kollegen auf das Jubiläum.

 „Wir sind eine Radregion. Der Niederrheinische Radwandertag ist der Hochtag des Rades am Niederrhein“, so Patricia Thiel, Geschäftsführerin vom HTS. In diesem Jahr warten 65 gekennzeichnete Radrundwege auf die Radelfreunde.

Der Niederrheinische Radwandertag ist aus dem Veranstaltungskalender der Region kaum mehr wegzudenken – von Emmerich im Norden bis Übach-Palenberg im Süden und von Echt im Westen bis Dinslaken im Osten. Der Radwandertag hat es auf beeindruckende Zahlen gebracht: Über eine halbe Million Teilnehmer haben sich auf den Drahtesel geschwungen und konnten rund 66.000 Kilometer markierter Radrouten abfahren. Allein in der Freizeit-Region Heinsberg nahmen zu Hochzeiten des Niederrheinischen Radwandertages 3000 Radler an einem Tag teil. Freiwillige Helfer aus ADFC-Ortsgruppen und Mitarbeiter der örtlichen Bauhöfe haben mehr als 66.000 Kilometer Routen markiert und ausgeschildert. Dank hoher Sicherheitsstandards und des umsichtigen Verhaltens der Teilnehmer gab es in all den Jahren laut HTS keine nennenswerten Unfälle oder Verletzungen.

Entstanden ist der Niederrheinische Radwandertag aus Überlegungen des Krefelder Stadtmarketings, eine familienfreundliche Radveranstaltung zu kreieren, die den Niederrhein als Radregion besser profilieren sollte. Das war im Jahr 1991. Den Start markierte der erste Niederrheinische Radwandertag 1992 mit fünf teilnehmenden Städten. 1995 wurde er mit den ersten niederländischen Kommunen Roermond und Venlo grenzüberschreitend. 2001 nahmen bereits 55 Städte daran teil.

An den Start in der Freizeit-Region Heinsberg 1996/1997 kann sich Patricia Thiel noch gut erinnern. „Es saßen drei Enthusiasten am Tisch! Der Vorstand der neu ­gegründeten Kreisgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC), die Herren Mellinghoff und Schacht, und ich. Wir waren alle frisch in unseren Ämtern, entwickelten Ideen und wollten zu­packen. Mit dem Anschluss an das bestehende Format des Niederrheinischen Radwandertages haben wir angefangen. Mit Hans Kösters, dem Krefelder Kollegen an unserer Seite, holten wir als Erste die Städte Erkelenz, Wassenberg und Wegberg ins Boot, will heißen ins Netz.

Der Start war so überzeugend, dass sich in den zwei Folgejahren die anderen sieben dazugesellten. Es war wie bei Olympia – dabei sein war alles“, so die Geschäftsführerin. Wenn man bedenke, wie sich die Veranstaltung entwickelt habe und welchen Stellenwert sie heute genieße, sei das eine nette Erinnerung. „Überhaupt Ideen: Zum Niederrheinischen Radwandertag gab es immer wieder Neue. In einem Jahr fuhr ein sogenannter Schlappmacherbus der damaligen Kreiswerke Heinsberg durch den Kreis. Irgendwann kam eine Rollstuhlroute zum Routenangebot; später eine Familienroute. Ganz zu Anfang baute die Wildenrath-Quelle im Dalheimer Wald einen Erfrischungsstand auf. Effelder Wirte schenkten Wasser aus. Der Niederrheinische Radwandertag bekam bei uns in der Freizeit-Region Heinsberg eine ganz eigene Dynamik.“

Die Koordination der beliebten Veranstaltung liegt für den Kreis Heinsberg seit Jahren in den bewährten Händen von Kurt Stieding, einem freien Mitarbeiter des HTS. Er pflegt fast schon liebevoll das Netzwerk zwischen den lokalen Organisatoren, den Behörden und der Zentrale in Krefeld. Für ihn ist die Veranstaltung alljährlich eine Herausforderung, vor allem seit er auch noch Gesamtstreckenkoordinator des ganzen Niederrheinischen Radwandertages geworden ist.

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